Lärmresistent

Prellungen, Platzwunden, Schürfungen, Knochenbrüche: so sah es mal aus, wenn ich mich amüsiert habe. Das war so ziemlich genau vor meiner großen Konzertabstinenz, vor rund 3 Jahren. Damals stand ich mindestens einmal alle 2 Monate auf einem Konzert in der ersten Reihe. Und wie das bei der Musik die ich zu hören beliebe nun einmal so ist fliegen da gehörig die Fetzen, u.a. auch meine.

Nach der Persistence Tour im Dezember 2005 in Nürnberg folgten nur noch 2 Konzerte, danach beantragte ich Frührente. Grund: ich hab bei der Persistence Tour zu tief in den Spike Circle geschaut und kann mich nur noch daran erinnern wie ich im Backstagebereich zwischen den Jungs von Bleed The Sky aufgewacht bin, die versuchten mich mit jeder Menge Bier wieder hochzupäppeln. Die Schmerzen der Blessuren an meinem Körper konnten so ganz einfach bis zum nächsten Morgen betäubt werden. Das war dann auch ungefähr der Zeitpunkt an dem ich merkte, dass ich keinen Geldbeutel mehr habe. Man muss solche Konzerte einfach lieben!

Nach all der Zeit feierte ich zusammen mit Linkin Park dann in Stuttgart meine Rückkehr. Und ich müsste lügen wenn ich behaupten würde, es hätte keinerlei Wirkung gehabt. Eigentlich hat mich die Konzertsucht wieder voll gepackt. Daher schaue ich jetzt wieder regelmäßig in sämtliche Eventkalender rein und lasse mich mit Newslettern von Ticketagenturen bewerfen. Und die nächste Tour steht schon:

Taste of Chaos 2009

Am 08. Dezember gibt’s in München Freimann im Zenith das Taste of Chaos, und weil da zwei von mir viel gehörte Bands auftreten bin ich natürlich voll am Start: Killswitch Engage und In Flames. Praktisch an der Sache ist ja, dass ich nur einmal für die beiden Bands bezahlen muss, die ich mir sonst auf zwei verschiedenen Konzerten reingedrückt hätte. Aber ich geh bestimmt auch auf Folgekonzerte, von daher … meh …

Somit gibt es auf meiner Liste nur noch 3 Bands, die ich unbedingt sehen muss bevor sie sich auflösen bzw. bevor ich mich auflöse. Kommt drauf an, was zuerst passiert. Wenn also irgendwer realistische Konzertdaten für Soilwork, Dry Kill Logic oder Tool außerhalb des Rahmens eines großen Festivals kennt, dann bitte immer her damit.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf den Dezember. Und ich hoffe dieses Mal spare ich mir den Arzt und einen neuen Geldbeutel denn was anderes als die erste Reihe wäre Frevel.

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Kaiserlich versumpft

Normalerweise verbindet man das Wort „Urlaub“ mit Erholung. In meinem Fall nicht so ganz, denn bis jetzt war ich viel auf Achse. Darum ist es hier auch ruhig, obwohl ich da eigentlich den ein oder anderen Beitrag in der Pipeline habe. Was aber macht man in so einem Urlaub, wenn man sich nicht auf die faule Haut legt?

Linkin Park auf der Cannstatter Wasn in Stuttgart 2009

Zum Beispiel Konzerte besuchen. Ich hatte ja angekündigt, dass ich auf das Linkin Park Konzert in Stuttgart gehe und Teufel nochmal war das geil! Zusammen mit meinem Onkel stand ich in der ersten Reihe, auf der linken Seite der Bühne. Die volle Dröhnung, zuerst von Funeral For A Friend und Coheed & Cambria bevor’s dann richtig losging. Und Linkin Park kann auf der Bühne wirklich gut, das muss man den Jungs schon lassen. Aber um so erstklassige Plätze zu bekommen muss man eben auch Opfer bringen. So ergab es sich, dass mein Onkel und ich über satte 8 Stunden einfach nur standen. Kein Hinsetzen, kein Essen, kein Trinken – abgesehen von dem seltsamen schmeckenden Wasser aus einem Gummischlauch, den die Ordner hin und wieder dazu benutzen um die viel zu kleinen Becher der Leute in der ersten Reihe aufzufüllen. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass das andere Ende des Schlauchs in irgendeinem Dixi steckte. Alles in allem ein sehr geiler Tag mit einem super Konzert. Da gehe ich gerne wieder hin. Ein paar wenige Bildchen gibt’s auch im entsprechenden Album auf Flickr.

Mit einem fetzigen Muskelkater von der ganzen Rumsteherei habe ich dann erstmal nur die Couch beziehungsweise meinen Chefsessel gehütet und mich in das fünfte Betawochenende von Aion gestürzt. Das Spiel weiß immer mehr zu gefallen und ich freue mich schon richtig auf das Release. Bin gespannt auf alles, was bis zum September noch in das Spiel reinkommt. Macht jedenfalls schon einen immens guten Eindruck und auch die neu hinzugefügten englischen Synchronsprecher wussten zu überzeugen.

Kaum war das Wochenende vorbei bin ich mit Mylady zu einem spontanen Ausflug in die Oberpfalz aufgebrochen. Ein bisschen Verwandtschaft besuchen und mal wieder den Kopf frei kriegen – Tapetenwechsel halt. Leider schlafen die Oberpfälzer irgendwie alle sehr hart, so dass ich dank der mit Zement gefütterten Matratzen die nachfolgenden Tage steif wie ein tiefgefrorener Fisch durch die Landschaft gestakst bin. Zur Erholung von der Erholung haben wir uns dann einen Aufenthalt in Österreich gegönnt. Schließlich hatten wir noch einen Gutschein für ein Sporthotel in Kufstein verfügbar und wollten den auch nutzen. Aber die Idee war … naja …

Da wir schon die Möglichkeit bekamen unsere Zeit in Österreich abzusitzen, wollten wir auch ein wenig wandern. So schön mit Berg und Tal. Hatten wir uns fest vorgenommen und dann auch gemacht. Wir sind also einem komischen Wanderweg gefolgt auf dessen Strecke wir irgendwann mal ein Schild Richtung Kaiserblick entdeckten. Weil das nach irrsinnig toller Aussicht klingt wollten wir da unbedingt hin. Naja, eigentlich bloß ich. Meine Freundin ist nur hinterher, weil sie den Weg zurück nie alleine gefunden hätte. Also stapften wir durch Wald und Wiesen, über Stock und Stein, auf der Suche nach dem ach so tollen Kaiserblick. Sogar durch ein Moor wurden wir gescheucht. Ernsthaft. So sumpfig, mit Wasserpflanzen, Moorleichen und fleischfressenden Insekten. Nachdem wir uns durch diese lebensfeindliche Umgebung durchgekämpft haben waren wir nur noch einen Steinwurf von unserem Ziel entfernt: einer kleinen vergammelten Bank auf der eine Plakette mit der Aufschrift „Kaiserblick“ prangerte. Gesehen haben wir nur den Garten von irgendwem der mit Nachnamen wahrscheinlich Kaiser heißt. Das einzig kaiserliche an dem Ausflug war die Größe der Mücken und Bremsen, die sich an unsere Fersen geheftet haben genauso wie der Sonnenbrand auf meiner Nase. Dank der ganzen Blutsauger habe ich außerdem jede Menge Stiche an den Daumen. An den Daumen! Ich muss unbedingt Gamenasty International anrufen, meine Zockerkarriere ist gefährdet. Österreicher schlafen übrigens auch sehr hart. Morgens sah ich aus als hätte ein Laster in meinem Gesicht geparkt. Mit verdrehten Gliedmaßen kroch ich mehr tot als lebendig aus dem Bett.

Nachdem ich also bisher mehr Stress als Erholung hatte, kriegen mich in der letzten Woche keine 10 Pferde mehr vor die Tür. Heute Abend geht das letzte Aion Betawochenende los und ich werde von meinen PC nicht mehr abrücken, es sei denn die Welt geht unter. Dann schau ich vielleicht ein paar Mal nach rechts zum Fenster raus. So einen Meteoritenschauer sieht man schließlich auch nicht alle Tage.

Auf die Straße, Volk!

Wir sind hier,
wir sind laut,
weil man uns die Freiheit klaut!

Mit dieser Parole gingen am gestrigen Samstag geschätzte 900 Leute in München trotz strömenden Regen auf die Straße und unternahmen einen Protestmarsch quer durch die Altstadt. Aufmerksame Leser meines Blogs und meines Twitterfeeds wissen, dass ich dort auch anwesend war. Anbei ein paar von mir geschossene Bilder zusätzlich zu den Bildern, die man u.a. hier finden kann. Großartig auf die Demo eingehen will ich gar nicht, Rowhin von Aura of Awesomness hat das schon ganz klasse beschrieben. Also: vorbeischauen, anschauen, lesen und toll finden. Und wer sich fragt, warum ich ausgerechnet das Straßenschild fotografiert habe: ich fand es einfach unglaublich passend, bei der derzeitigen Diskussion – HerrK schreibt es in seinem Kommentar schon ganz richtig.

Der Piratenkapitän, leider ohne Hut. Die Masse auf dem Weg durch München. Nicht mal der Regen kann sie stoppen.

Der Name ist (Wahl)Programm. Art. 5 GG? So ein Unfug! Weg damit! Es darf getrauert werden.

Diese Bilder gibt es auch in höheren Auflösungen in meinem Album auf Flickr.

Weiterhin ist inzwischen ja bekannt, dass Jörg Tauss aus der SPD austritt und sich nun den Piraten anschließen wird. Genaueres hierzu gibt’s auf seiner Homepage. Daher empfehle auch ich aus aktuellem Anlass seinen Twitterfeed. Und weil’s grad so schön ist möchte ich Euch den aktuellen Zensursula Sommerhit nicht vorenthalten (gefunden beim Shopblogger):

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P.s.: An dieser Stelle auch nochmal ein ganz herzliches Danke an meine geliebte Freundin, die am Samstag mit mir nach München fuhr und mich tatkräftig unterstützte! Ich bin ihr da wohl noch eine Massage schuldig …

Ein Barde auf Kreta

Selbst ein Barde von Welt wie ich muss sich gelegentlich von den Strapazen des ewig andauernden Kampfes gegen die dunkle Brut von Angmar erholen. Aus diesem Grunde verließ ich Mittelerde für ein paar Tage und ging gemeinsam mit Freundin und Laute im Gepäck in einer anderen Welt auf Entdeckungsreise: Kreta.

Ben der Barde

Lest in einer kurzen Zusammenfassung über die Abenteuer des Barden alles über alte Ruinen, klapprige Fischkutter und neue Freundschaften »

Let 'em bounce in the moshpit!

Es gibt Momente, da denkt man an etwas das man gerne hätte oder machen würde. „Ach, hätte ich jetzt gern ein Eis.“ oder „Ich würde dieses Wochenende gerne mal wieder auf eine Party gehen.“ sind nur zwei einfache Beispiele für solche Momente. Und wie toll ist es dann, wenn jemand diese Gebete erhört und man seine Wünsche erfüllt bekommt? Richtig, man freut sich wie ein Kleinkind. Fast fühlt man sich, als hätte man es geradezu heraufbeschworen.

Mir so mit meinem Onkel passiert. Dieser arbeitet in der Firma, für die ich im Auftrag meines Arbeitsgebers den Support leiste. Irgendwie hat er meine Telefonnummer bekommen und mich angerufen. Vollkommen darüber erstaunt von ihm zu hören, traf mich auch gleich der nächste Hammer. „Ich hab hier 2 Tickets für Linkin Park. Magst mitkommen?“ fragte er mich, so als ob es wirklich nötig gewesen wären. Gerade noch ein paar Minuten zuvor dachte ich an mein letztes Konzert, das war As I Lay Dying zusammen mit Bullet For My Valentine, und wünschte mich dorthin zurück. Oder ein anderes Konzert. Auf alle Fälle Konzert. Ganz vorne im Moshpit stehen und die Kacke dampfen lassen. Ach, herrlich.

Natürlich sagte ich ihm zu, auch wenn Linkin Park jetzt nicht unbedingt meine erste Wahl ist. Aber hey, einem geschenkten Gaul haut man nicht auf’s Maul … oder so ähnlich … Ich bin wirklich gespannt, wie die live drauf sind und ob bei deren Konzerten auch gut was los ist. Richtig geil wird sowas nämlich nur, wenn sich die Leute ordentlich mitreißen lassen. Dazu gehört auch eine gute Performance der Künstler. Ich kann’s kaum erwarten!

Steigen wird das Ding am Donnerstag, den 30. Juli 2009 in Stuttgart, Einlass ist ab 18.30h. Die Tickets dafür gibt’s bei Eventim. Wer Linkin Park also was abgewinnen kann, 60 Euronen locker hat, problemlos nach Stuttgart kommt und mich schon immer mal jenseits des geschriebenen Wortes kennen lernen wollte, der ist herzlich dazu eingeladen mitzumachen!

Und weil ich grad so in Musiklaune bin hab ich ein ganz besonderes Bonbon für Euch. Anbei ein absolut gigantischer „Gute Laune“-Rocksong von The Joys, auf den mich meine Freundin aufmerksam gemacht hat. Das gute Stück hört auf den Namen Do I und animiert seine Hörer zum unkontrollierten mitmachen. Frisch, frech und voller Energie! Ich kannte die Band bis vor kurzem nicht und auch sonst scheinen sie sehr unbekannt zu sein. Dafür gibt es auf deren Homepage (oder sowas ähnliches) den Track Do I und andere Songs zum Download; für alle, die mal reinhören wollen. Und jetzt viel Spaß beim abrocken. Unbedingt laut aufdrehen, dieser Song schreit geradezu danach!

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Bereits jetzt meine ganz persönliche Hymne des Sommers 2009 – auch wenn der erst noch kommt.