Das bodenlose (Sommer)Loch

It's my party and I cry if I want to!

It's my party and I cry if I want to!

It’s that magical time of the year again, boys and girls! Die Sonne knallt erbarmungslos auf unsere Häupter und verbrennt Hirnzellen schneller als eine Mischung aus Jack Daniels, Klosterfrau Melissengeist, Hustensaft und Cola (Memo an mich: für das Ding brauch ich dringend einen Namen ich hab’s! Knalltüte soll er heißen!). Und alles was die Sonne nicht als Achselhöhlenausdünstung recycelt übernimmt der, durch IQ-senkende Maßnahmen wie WM und „Sommerhits“ entfachte, ungebremste Alkoholkonsum. Anders kann ich es mir nicht erklären wie manche Leute, die dummerweise etwas zu melden haben, derzeit wieder auf Ideen kommen, bei denen sich jeder halbwegs zurechnungsfähige Mensch an die Stirn fassen würde und im Gegenzug dann über Entscheidungen geweint wird, die eigentlich gar nicht mal so doof sind – aber irgendwas ist ja immer. Und wenn man weder irgendein Rad neu erfinden, etwas verändern noch sinnfrei meckern kann macht es ja auch keinen Spaß. Oder anders ausgedrückt: „Wohl zu tief ins Sommerloch geschaut?“ (mehr …)

Der goldene Schuss

Gestern wurde mir endgültig der goldene Schuss von Square Enix verpasst und jetzt bin ich wirklich abhängig:

Ja, so ist das. Gestern kam per Newsletter die Nachricht rein, dass Final Fantasy XIV endlich vorbestellbar ist. Sowohl für den PC als auch für die PS3. Für den PC gibt es sogar schon die Collector’s Edtion, bei der ich natürlich ohne lange zu überlegen zuschlagen musste.

Jetzt kommen wir zu dem Problem an der Sache, der Part mit den suchtgesteuerten Entscheidungen: eigentlich will ich Final Fantasy XIV ja lieber auf der PS3 zocken, aber glaubt Square Enix ernsthaft, dass ich seelenruhig dasitzen und auf das Release der PS3 Version im März 2011 warten könnte, wenn man am PC bereits Ende September durchstarten darf? Natürlich glaubt Square Enix das nicht, deswegen sind die beiden Veröffentlichungen (vermutlich) auch zeitlich versetzt, damit solche Dopeheads wie ich das Spiel zweimal kaufen – nur um keine Sekunde zu verpassen.

Jedenfalls bin ich voll startbereit für Calaelen’s kleine FFXIV Community. Und mit dem Gästepass der Collector’s Edition und dem zweiten Account, der bei der PS3 Version dann zwangsweise enthalten ist, gewinne ich vielleicht sogar noch jemand anderen für das Spiel – ich habe da auch schon ein semi-williges Opfer im Auge. Oder in anderen Worten: ich werde meine Mitmenschen so anfixen, wie ich damals angefixt wurde. Wie nennt man das dann? Virale Kundenbindung?

Square Enix is my dealer and I’m her little tool.

More Flame – The Massively Multiplayer Online Flame

Kann man diese Spieler vielleicht irgendwie aus Aion rauslocken, indem man: „More Flame – The Massively Multiplayer Online Flame“ als Spiel rausbringt? Ein ganzes Team, das nur dazu da ist, geflamed zu werden und die ganze Spieloberfläche ist nicht unterteilt in „1. General“, „2. Handel“, „3. Region“, sondern in „1. Flame“, „2. 13 Euro-Joker“, „3. Deine Mutter“. Da kann man auch sicherlich dann unterscheiden zwischen „PfE“ und „PfP“: „Player flames Engine“ und „Player flames Player“… o.O

Dieser kleine Absatz aus Holgers Kommentar ist einfach zu herrlich und entspricht auch vollkommen meiner Empfindung gegenüber einem Großteil der Aion Community. Stein des Anstoßes für den momentan im offiziellen Forum tobenden Flamewar ist das vor kurzem angekündigte Aion Magazin, das man (auch im Abo) vorbestellen kann und für dessen Vorbestellung man ein paar mehr oder weniger nutzlose Items als Dankeschön erhält.

Im Endeffekt geht es darum dass die Leute schimpfen, weil sie nicht von vornherein die Items bekommen, die es als Werbegeschenk zu den Abos gibt, sondern sich dazu das Magazin vorbestellen müssten – schließlich zahlen sie ja monatlich für Aion. Stellt es Euch wie bei WoW vor: Ihr kauft die sinnfreien Plüschmonster im Shop und bekommt dafür die noch sinnfreieren Pets ingame – und jetzt will jeder die Pets, weil schließlich bezahlen sie ja alle monatlich für WoW. Bei Aion gibt’s halt sinnfreie Hüte ohne Werte oder Farben zum Klamotten einfärben.

Wen es interessiert der kann sich bei Holger darüber informieren, worum es im Detail geht. Ich finde es schlichtweg lächerlich, das habe ich bei Holgers Beitrag aber schon ganz genau in den Kommentaren geschrieben wieso und warum. Ich möchte das Thema hier nicht mehr erneut aufrollen, weil es mich krank macht – fast so wie mein ehemaliger Arbeitgeber.

Zum Magazin selbst möchte ich nur sagen: Danke! Danke NCsoft, dass Ihr Euch nicht davor scheut Aion für seine Fans greifbarer zu machen und hier anfangt richtig schön Merchandising anzubieten. Ich habe mir jedenfalls die erste Ausgabe des Magazins schon gesichert und hoffe auf weitere attraktive Angebote aus dem Merchandise-Segment.

Und noch ein Wort an die Schandmäuler in unserer Community: tut uns und Euch selbst den Gefallen und sprengt Euch bitte in die Luft.

Von Göttern und Giganten

„Behandeln sie das Paket vorsichtig, schleudern sie es nicht herum. Diebstahl wird schwer bestraft!“ lautet die persönliche Nachricht des Unbekannten, der in wenigen Augenblicken mein Auftraggeber werden soll. Noch ein letztes Mal lese ich die Bedingungen des Liefervertrages, der auf meinem NeoCom darauf wartet von mir akzeptiert oder abgelehnt zu werden. Alles klingt plausibel, eine von Piraten konstruierte Falle scheint es nicht zu sein.
Ich werfe einen Blick auf den Schirm und beäuge erneut das gigantische Logistikzentrum auf das sich meine kleine Fregatte mit wenigen Metern pro Sekunde langsam zubewegt. Sie liegt ruhig im All, erleuchtet von den vielen Lichtern der an- und abdockenden Schiffe und den wenigen Sonnenstrahlen, die sich an dem nahe liegenden Mond vorbeischieben und ihr ein majestätisches Antlitz verleihen. Sie ist wie ein schlafender Riese, unbeeindruckt von dem geschäftigen Treiben um sie herum. Viele Leute kommen hierher um ihre Geschäfte abzuwickeln, sie ist der beliebteste Umschlagplatz in dieser Region. Händler, Lieferanten, Hehler – sie alle kommen und gehen im Sekundentakt um Waren zu bewegen. Irgendwo auf dieser Station liegt ein kleines Paket, das seinem Besitzer eine gehörige Stange Geld wert ist. Und dieser wartet am anderen Ende des Universums darauf, dass es ihm jemand bringt.
Ich löse meinen Blick vom Schirm und richte meine Aufmerksamkeit erneut auf das NeoCom. Noch ein kurzes Zögern, dann nehme ich den Vertrag an und verpflichte mich dazu, das Paket zuzustellen. „Vertrag angenommen. Verarbeite Daten und benachrichtige die zuständigen Stellen. Das Paket wird im Logistikzentrum für sie hinterlegt. Sie haben 24 Stunden für die Zustellung.“ ertönt es mit gewohnt monotoner Stimme aus meinem Bordcomputer. Ich kontaktiere die Station von der ich mittlerweile nur noch knapp über 500 Meter entfernt bin und erbitte eine Andockerlaubnis. „Erlaubnis erteilt. Sie werden nun in die Station gezogen.“ ertönt die Stimme erneut, die mir seit so langer Zeit die einzige Gesellschaft bietet. Langsam verschwinde ich mit meinem Schiff in dem schlafenden Riesen und warte bis ich ruhig im Hangar angedockt wurde.

Die Fortsetzung gibt es nach der Trennlinie »