Too "oldschool" to be cool?

Too Oldschool To Be Cool?

World of Warcraft hat die MMORPG-Szene nachhaltig verändert. Neben dem leichten Einstieg, der intuitiven Benutzeroberfläche, der Bedienung verschiedenster Spielstile und der „Erfolgsgarantie für Jedermann“ setzte es neue Maßstäbe. Ein Feature ist dabei jedoch ganz besonders hervorzuheben: die LUA-Schnittstelle.

Dank dieser Schnittstelle werden von der Community viele kleine Hilfsprogramme für World of Warcraft entwickelt, die das Spiel um einige Funktionen erweitern oder bestehende Funktionen ausweiten. Diese Hilfsmittel, genannt „Addons“, erfreuen sich großer Beliebtheit da sie einen gewissen Komfort und auch Vorteile in das Spiel bringen. Dieser Komfort hat aber auch seine Schattenseiten. Die Addons veränderten die Community, das Spielerlebnis und auch das Spielgefühl. Etwas das in älteren Spielen nie passiert ist, in denen es noch keine Addons gab. Ist es also vermessen zu behaupten dass MMORPGs ohne Addons bessere Spiele sind? Oder sind Addons der neue Standard und müssen durch Implementierung einer entsprechenden Schnittstelle vom Hersteller ermöglicht werden, so wie es derzeit einige Spieler in Aion fordern?

Ich selber betrachte das Anbieten von Addons in einem MMORPG als zweischneidiges Schwert. Zum Einen bieten sie dem Spieler die Möglichkeit das Spiel respektive das Interface ganz nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten. Ich finde es toll wenn ich die Möglichkeit habe etwas in seinem Aussehen so zu verändern wie ich es mir vorstelle und mich nicht zu 100% mit der gelieferten Lösung zufrieden geben muss. Das gilt sowohl für mein Windows, bei dem ich liebend gerne Themes benutze, als auch für meinen immer wieder anders aussehenden Foobar Media Player oder mein World of Warcraft Interface. Hier ein kleines Beispiel, wie mein Interface mal aussah:

Mein damaliges WoW-Interface: von Blizzards Voreinstellung war nichts mehr übrig.

Auf der anderen Seite ist es aber so, dass dank der Schnittstelle auch Addons zur Verfügung gestellt werden, die das Spielkonzept aus den Angeln heben oder von Spielern zum Schwanzvergleich missbraucht werden. Ich möchte dies anhand dem Beispiel der folgenden drei Addons erklären:

  • Deadly Boss Mods
    Dieses Addon zeigt den Spielern in einem Kampf gegen einen Boss an wann der Boss welche Aktion ausführen wird. Ein schnelles, situationsbedingtes Handeln ist nicht nötig, da den Spielern angezeigt wird wann mit welcher Aktion zu rechnen ist. Dies war von Blizzard so sicherlich nicht angedacht und reduziert die Kämpfe zu 90% auf reines Balkenstarren. Ohne dieses Addon wäre sicherlich wesentlich mehr Kommunikation zwischen den Spielern nötig.
  • Omen
    Damit können die Spieler sehen, wieviel Bedrohung sie bereits auf dem Gegner aufgebaut haben. Auch wenn es hilfreich für Tanks ist, damit diese sehen können ob sie ausreichend Bedrohung in entsprechend kurzer Zeit aufbauen können, beschränkt sich das Tool für alle anderen Klassen doch wieder auf simples Balkenstarren. Teilweise sogar nicht mal mehr das, da reicht es auf den Warnsound zu hören und dann für kurze Zeit mit dem Angriff aufzuhören um den Gegner auf dem Tank der Gruppe fokussiert zu lassen. Dieses Addon untergräbt die zu machende Erfahrung mit welchen Aktionen man sich besser zurückhält weil man sonst sich selber oder die ganze Gruppe umbringt. Solche Erfahrungen gehören für mich klar zum Erlernen des Klassenverständnisses, ein durch Warnsounds ausgelöster Reiz jedoch nicht.
  • Recount
    Eigentlich sollte es Spielern und Raidleitern dabei helfen die eigene Leistung und die von Gruppen-/Raidteilnehmern zu beurteilen und eventuelle Verbesserungen anzubringen. Solche Damagemeter führen aber auch zu gezielter Spielerdiskriminierung. So hat sich dank der Möglichkeit Leistungen von Spielern (Schaden, Heilung) zu messen eine Erwartungshaltung eingebürgert, Gruppensuchen wurden um den Faktor ‚Mindestschaden‘ erweitert („lf mage min 4k dps“). Dies ist eine klare Diskriminierung von Spielern, die nicht imstande sind solche Leistungen zu erbringen. Außerdem entsteht somit auch ein Schwanzvergleich der wiederum Diskriminerungen à la „lol noob wtf nur 4k dps was bissn du fürn fuckmage ey“ mit sich bringt.

Zu den genannten Punkten kommen Zwänge, die gegenüber anderen Spielern aufgebaut werden. Diverse Addons werden als Voraussetzung für manche Unternehmungen vorausgesetzt. Für technisch weniger versierte Spieler, die einfach nur spielen und sich nicht mit Installation und Konfiguration von Addons beschäftigen wollen oder können, ist das eine zusätzliche Belastung, wenn nicht sogar Hürde, die für sie teilweise auch den Ausschluss aus Gruppen und somit Verzicht auf Spielelemente bedeuten kann.

Insgesamt betrachte ich das Konzept der Addons zwar als sehr nützlich, nicht nur wegen den individuellen Anpassungen, vor allem aber weil sie eine Unterstützung für Gilden- und Raidleiter sein können (bspw. GroupCalendar und PallyPower). Jedoch rechtfertigen die Pluspunkte für mich nicht den Missbrauch und die damit verbundene Beeinflussung von Spiel und Community.

Aber nicht nur auf Spielerebene stellen die Addons eine Verschlechterung dar. Mittlerweile wurde auch die Entwicklung von World of Warcraft durch die Addons stark beeinflusst. Bossgegner werden mit der Prämisse erstellt, dass die Gruppen sowieso diverse Addons installiert haben. Klar, wozu auch groß Logik in einen Boss einbauen, wenn die Spieler ledigich auf Reize wie Warnsounds und Blinken reagieren müssen, neben Starren auf Timerbalken. Addons nehmen MMORPGs eigentlich genau das, was sie ausmacht: die Kommunikation der Spieler untereinander. Zwar nicht vollkommen, sie wird aber zu einem Großteil reduziert. Schließlich braucht es das durch den entstandenen Automatismus nicht mehr. Daher verzichte ich lieber auf eine Addonschnittstelle und spiele das Spiel lieber so wie vom Entwickler angedacht, als dass ich negative Entwicklungen in Kauf nehme. Und negativ meine ich so, wie ich es schreibe. Denn aus World of Warcraft ist mittlerweile eine erfolgsorientierte Leistungserbringung geworden. Von dem Spiel, das es mal war, ist nicht mehr soviel übrig wie man meinen mag.

Wozu genau braucht es eigentlich Addons, die Spiele erweitern? Schließlich haben wir in den Spielen vor Word of Warcraft auch keine Addons gehabt, auch in anderen aktuellen Titeln nicht. In Ragnarok Online beispielsweise sind wir trotzdem durch den Clock Tower (sehr böser Ort!) gekommen. In Final Fantasy haben wir es trotz fehlender Addons auch bis auf’s Höchstlevel geschafft und jede Menge Bosse vermöbelt. Die Bosse in Herr der Ringe Online wollten zwar erst erarbeitet werden, aber wir hatten auch ohne Addons irgendwann mal Erfolg und jede Menge Spaß bis dahin. Warum genau sind Addons in diesen Spielen nun überflüssig und somit nicht enthalten? Werfen wir mal einen genaueren Blick auf mögliche Ursachen:

  • Denkbar einfaches Spielprinzip (Ragnarok Online)

    Ragnarok Online: Trotz spartanischer Bauart ein mehr als ausreichendes Interface.

    In Spielen wie Ragnarok Online sind die technischen Grundlagen denkbar einfach, oder anders ausgedrückt „Tank & Spank“. Dieser Spielstil zieht sich von Anfang bis Ende durch, wirkliche Taktiken gibt es nicht. Auch Quests oder Instanzen kennt das Spiel nicht. Sämtliche Handlungen sind komplett spielerbasiert, Abenteuer denkt man sich selbst aus. Damals trafen wir uns in der Stadt und besprachen wo wir auf große Monsterhatz gehen wollten und erlebten Stunden um Stunden unvergleichlicher Rollenspielabenteuer. Großes Miteinander macht den Reiz an Ragnarok Online aus, daher ist das Interface so zurückhaltend wie möglich. DamageMeter oder andere Addons wären hier fehl am Platz.

  • Gleichstellung aller Spieler (Final Fantasy XI Online)

    Final Fantasy XI Online: Ein richtiges Interface ist nicht vorhanden, es gibt an Gamepadsteuerung angepasste Kontextmenüs. (Screenshot © Brandson)

    Final Fantasy XI Online ist ein besonderes MMORPG, denn es wird sowohl von Leuten am PC gespielt als auch von Besitzern einer Playstation 2 oder XBOX 360 – und zwar mit allen Spielern auf den gleichen Servern. Eine Unterteilung  in PC- und Konsolenspieler gibt es nicht. Da das Spiel primär für die Playstation 2 entwickelt wurde musste eine Steuerung implementiert werden die auf Maus oder Tastatur verzichtet und sich bequem mit dem Gamepad steuern lässt. Daher beschränkt sich das Interface in Final Fantasy XI Online auf Kontextmenüs, die die verfügbaren Aktionen für gewählte Ziele anzeigen und wird dadurch so schlank wie es nur irgendwie möglich ist. Dabei verzichtet es aber auch nicht auf vitale Informationen um Gruppenspiel problemlos möglich zu machen – trotzdem bleibt der Bedarf  an Kommunikation relativ hoch, die jedoch durch Makros einfach realisiert werden kann. Später wurde für das Spiel ein Tool entwickelt, der sogenannte Windower, der zusätzliche Anzeigen in das Spiel integrierte, ähnlich den Addons in World of Warcraft. Da dieser Windower aber nur Nutzern eines PCs zur Verfügung stand hatten diese einen immensen Vorteil gegenüber den Konsolenspielern. Daher wurde dieser Windower als illegales Hilfsmittel deklariert und dessen Nutzer freuten sich bei Entdeckung über einen permanenten Ausschluss aus dem Spiel. Die Steuerung in Final Fantasy XI Online ist übrigens mein absoluter Favorit, nie habe ich ein MMORPG intuitiver und vor allem schneller gesteuert.

  • Ausgereiftes Interface (Herr der Ringe Online, Aion, EVE Online)

    Aion: Das Interface Konzept aus World of Warcraft wurde übernommen und um einige Einstellungsmöglichkeiten erweitert. Herr der Ringe Online: Auch hier vermisst man nichts beim Interface. EVE Online: Zahlen, Tabellen und Statistiken dominieren dieses Interface, geben dem Spieler aber die totale Kontrolle über das gesamte Spiel. (Screenshot © Beowolf Schaefer)

    Schafft es der Hersteller sein Interface so aufzubauen dass es bereits von Werk ab alle wichtigen Informationen bietet, sind Addons komplett überflüssig. Diese Interfaces entsprechen zwar nicht immer allen Geschmäckern, aber oft bietet der Hersteller die Möglichkeit das Interface noch ein wenig anzupassen (farbliche Anpassung in EVE Online, Interface Templates in Herr der Ringe Online), oder er bietet eben doch eine Addonschnittstelle an, damit die Spieler Programme für die Anpassung entwickeln können. Allerdings kann man bei der Implementierung einer Schnittstelle nur noch schwer bis gar nicht kontrollieren was damit programmiert wird. Das ist es auch, was in World of Warcraft passiert ist.

World of Warcraft hat weder ein zu einfaches Spielprinzip noch muss auf Konsolenspieler Rücksicht genommen werden. Genau betrachtet ist World of Warcraft ein relativ komplexes Spiel das früher mal sehr viel gute Gruppenarbeit erforderte. Durch die Addons fanden die Spieler aber einen Weg der Vereinfachung. Angefangen als Feature um etwas Komfort in das Spiel zu integrieren entwickelten sich die Addons schon sehr bald zu einem Schlupfloch für Automatismus.

Generell bin ich im Bereich der MMORPGs ein Vertreter der These ‚früher war alles besser‘. Als ich dieses Thema vor einigen Tagen im Teamspeak anschnitt erhielt ich folgende Antwort:

Wir sind aber nicht mehr 1995. Ich kann heute einen gewissen Komfort erwarten. Ich kann erwarten dass der Entwickler alle entsprechenden Funktionen und Hilfsmittel in sein Spiel integriert. Und wenn nicht kann ich zumindest eine Addonschnittstelle erwarten, damit sich die Community um die Implementierung fehlender Funktionen kümmert.

Richtig, ich kann mittlerweile einen gewissen Komfort und Funktionsumfang erwarten. Wenn ein Anbieter von MMORPGs einen neuen Titel auf den Markt bringt, dann müssen all dessen Bestandteile so viele Spieler wie möglich ansprechen – auch das Interface. Ich sehe es auch in der Verantwortung dieser Anbieter eng mit der Community zusammenzuarbeiten. Wünscht die Community neue Komfortfeatures, dann muss der Anbieter in der heutigen Zeit zusammen mit dieser Community an Lösungen arbeiten. Aber durch die Implementierung einer Addonschnittstelle läuft ein Anbieter auch Gefahr dass sich die Community das Spiel so zurecht biegt wie es für sie am bequemsten ist und es nicht mehr so spielt wie es eigentlich angedacht ist. Zu schnell lassen sich Anbieter in so einem Fall von der Community und Modderszene dominieren. Nur durch eine enge Zusammenarbeit und eine enge Bindung der Community an den Anbieter ist ein gutes Miteinander und somit auch der langfristige Erfolg eines Produktes garantiert. Sehr gute Beispiele hierfür sind Ultima Online, das mittlerweile schon seit 12 Jahren läuft, und Everquest.

Mittlerweile fragt sich auch Calaelen, ein ambitionierter und leidenschaftlicher Raidleiter, wo bei den Raids in World of Warcraft der Spaß und Sinn von damals geblieben sind – und das will bei dem Bärchen aus Überzeugung wirklich was heißen. Der zunehmend schlechten Entwicklung von World of Warcraft gebe ich ehrlich gesagt einzig und allein den Addons die Schuld. Sie veränderten die Spieler und hatten/haben einen enormen Einfluss auf die Weiterentwicklung des Spiels. Ich bin der festen Überzeugung, dass World of Warcraft heute ein vollkommen anderes, herausfordernderes und vielleicht sogar ein wenig erwachseneres Spiel wäre, hätte Blizzard von der LUA-Schnittstelle Abstand genommen. Ich vertrete die Meinung dass Addons in MMORPGs nichts zu suchen haben, wenn dadurch eine Gleichstellung aller Spieler geschaffen werden kann, und hoffe inständig dass NCsoft den derzeitigen Kurs weiterfährt und nachträglich keine Addonschnittstelle in Aion einbaut. Die Anbieter sollten die einzigen Lieferanten von Spielerweiterungen sein, alle zusätzlichen Funktionen sollten lieber zusammen mit der Community erarbeitet werden als ihr in diesem Bereich die Zügel voll und ganz zu überlassen. Ich sage ganz klar: „Die Spiele von heute müssen sein wie die Spiele von damals. Als man noch keine Addons kannte war das Spielerlebnis wesentlich besser und vor allem auch intensiver.“

Wie seht Ihr das? Sind MMORPGs nur so richtig cool wenn sie „oldschool“ sind? Oder sind MMORPGs ohne Addons so unglaublich „oldschool“ dass sie gar nicht mehr cool sein können?

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39 Kommentare

  1. Longasc

     /  8. Oktober 2009

    Joh, Addons & sehr komplexe Makros sind ein Gräuel. Ohne Addons müsste man vieles manuell machen, aber das ist auch gut so. Teilweise erlauben gewisse Macro/Addon-Combos eine halbe Automation des Spiels, was nicht Sinn der Sache sein kann wenn es so weit getrieben wird und dem Spielspaß schadet.
    Recount und die DPS-Geilheit (lieber net sheepen, das kostet Zeit und damit DPS, und man fällt in der Penisbar etwas zurück und ist somit ein NOOB! Andererseits kamen viele Probleme damit ins Spiel, ich bezweifle, ob Diablo 3 oder das kommende „NextGen“ MMO von Blizzard ähnlich tiefgreifende UI/Addon-Modifikationen erlauben werden wie World of Warcraft.

    Antwort
    • Makros können einen in der Tat verzweifeln lassen. Aber wer sich die Mühe macht und die Makroprogrammierung meistert, der hat sich das kleine bisschen zusätzliche Hilfe auch verdient.

      Solange eine Addonschnittstelle den gleichen Restriktionen unterliegen würde wie die Makros in einem Spiel, wäre eine vereinfachte Handhabung/Verwaltung in Form von Addons ja vollkommen in Ordnung. Aber Addons können (im derzeitigen Zustand) mehr als Makros und ob das zielführend ist lasse ich einfach mal so dahingestellt.

      Antwort
  2. Der zunehmend schlechten Entwicklung von World of Warcraft gebe ich ehrlich gesagt einzig und allein den Addons die Schuld.

    Ich mag Addons, meiner Meinung nach kann es gar nicht zu viele geben und ganz ehrlich, auch wenn viele Addons in WoW nett waren, sie machen zwar einiges leichter, aber das Spielen nehmen sie einem nicht ab. Und auch das tollste Bossmod bringt nichts, wenn die Leute ihre Klasse nicht spielen können bzw. richtig auf Bossfähigkeiten reagieren.
    Meiner Meinung nach liegt es auch nicht an den Addons, dass WoW momentan so abbaut, sondern eher daran, dass Blizzard es den Casuals Recht machen will. D.h. egal wann jemand mit WoW anfängt, er soll in den aktuellen Raidinstanzen mitspielen können. Das das auf Dauer nicht gut gehen kann, ist eigentlich logisch. Zudem ist es auch nicht gerade förderlich gewesen, die Schwierigkeit alleine über HMs zu steigern – das bedeutet, dass jeder den Boss umhauen kann, wer es schwieriger mag, der muss ihn dann halt im HM legen…

    Ansonsten muss ich ehrlich zugeben, dass ich auch nicht zu der „früher war alles besser“ Fraktion gehöre, vieles früher fand ich in WoW richtig schlecht gelöst und die Instanzen waren mit 60 auch nicht gerade wirklich schwer, und teilweise totlangweilig. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann würde ich mir TBC zurück wünschen, da fand ich den Schwierigkeitsgrad in den Instanzen richtig nett gelöst.

    Für Aion fände ich ein paar Addons auch nett, sowas wie Clique und Grid wäre toll, das heilen geht zwar auch ohne, aber die Addons machen es schon deutlich angenehmer ;) .

    Antwort
    • Für Aion fände ich ein paar Addons auch nett, sowas wie Clique und Grid wäre toll, das heilen geht zwar auch ohne, aber die Addons machen es schon deutlich angenehmer ;) .

      Und genau da versteckt sich das Problem mit den Addons. Clique und Grid zusammen verwandeln den Job des Heilers in ein Mini-Senso-Spiel, so wie das Kristalle klicken damals bei den Ogern in Schergrat. Einfach nur rechtzeitig mit der linken oder rechten Maustaste auf ein aufleuchtendes Feld feuern. Von dem ursprünglichen Konzept hat das doch nichts mehr.

      Auch wenn kein großer Unterschied zum Heilen ohne Addons herrscht, so muss ich zumindest immer noch in der Lage sein meinen HP-Bedürftigen auszuwählen und dann auch noch den richtigen Heilzauber von allen verfügbaren zu zünden am besten ohne zuviel Aggro zu machen. Ob man das bei einem Clique mit seiner 2-Tasten-Kombi auch so lernt halte ich für fraglich. Ich sage nicht, dass Addons nicht zum Erfolg führen, aber von der Intention des Entwicklers bekommt man dann weniger oder überhaupt nichts mehr mit.

      Antwort
      • Da bin ich leider nicht deiner Meinung. Grid z.B. ist nur eine andere Darstellung der Unitframes – ich muss mir immer noch denjenigen aussuchen der die Heilung braucht und ihn anklicken. Genau dasselbe mit Clique, was mir nur die Heilsprüche an die Maus bindet – aussuchen welchen Heilspruch ich mache, muss ich immer noch selbst ;) . Zumal ich auch deutlich mehr verschiedene Kombis hatte, als nur zwei Tasten – besonders mit dem Druiden. Die Eingabe wird so einfach nur deutlich direkter und intuitiver und ermöglicht mir mich besser auf die Heiltaktik zu konzentrieren, in Aion und HdRO fühle ich mich immer leicht behindert. Obwohl auch da das Heilen ok ist. Aion ist mir eh fast zu leicht, hatte ja gehofft, dass zumindest der Feuertempel etwas Herausforderung an den Heiler bietet, aber ich bin fast weggepennt dabei. Das einzige was etwas anspruchsvoller war, war der Endboss und auch nur, weil der Gladi zu unfähig war die Fallen zu entschärfen und die meisten DDs voll im AoE stehen geblieben sind, was ich alles wegheilen musste. Aber gestorben ist mir da auch keiner ;) . Und wir waren beide Level 30 – also minimal Level für die Instanz.

        Antwort
        • Im Endeffekt geht es mir auch mehr um Clique, dass Funktionen in das Spiel einbaut, die von Werk ab gar nicht da sind. Grid dient ja nur der visuellen Anpassung, Unitframe Addons habe ich ja selber gerne genutzt.

          Aber Du musst zugeben, dass durch ein Addon wie Clique etwas vom Spiel wegfällt, auch wenn es nur ein kleiner Bestandteil ist. Die Summe aller Addons macht es aber dann aus und machen aus dem Spiel etwas vollkommen anderes. Und genau das halte ich einfach für nicht richtig.

          Aber naja, Meinungen halt … *tz* ;-)

        • Na ja, was Clique macht, kann man auch per Makros realisieren – oder du nimmst eine G15. Sehe da nichts schlimmes drin, zumal Blizzard bisher eh alles gesperrt hat, was ihnen nicht gepasst hat.

          Was etwas übers Ziel hinausgeschossen ist, da kann ich dir sogar zustimmen, war zu 60er Zeiten in CTRaid, wo man eine Taste drücken musste um automatisch denjeningen mit den niedrigsten HP zu heilen – oder Decursive, wo man mit einer Taste automatisch jemanden decursed hat…

        • Durch die Restriktion von Makros (255 Zeichen, reservierte API-Calls, etc.) bezweifliche ich stark, dass man Clique auch als Makro realisieren kann. Addons haben wesentlich mehr Möglichkeiten als Makros (ich habe es selber schon versucht) und ermöglichen daher etwas mehr. Das ist auch genau der Punkt an dem ich mich störe. Andere Spiele kommen mit ihren restriktiven Makros prima aus, nur in WoW reicht das nicht. Dabei ist es auch nichts anderes als ein MMORPG wie zigtausend andere auch.

          Am meisten störe ich mich aber dran, dass nun die Erwartungshaltung da ist, dass jedes Spiel unbedingt Addons braucht, weil ohne keiner mehr in der Lage ist zu spielen.

  3. Dann will „das Bärchen aus Überzeugung“ auch gleich mal kommentieren :D

    Ich finde die These interessant, wo WoW wohl wäre, wenn es keinerlei Addons geben würde. Ob es „besser“ wäre, wage ich zu bezweifeln.

    Aber die Entwicklung bzw. Degenerierung des WoW Raiders (normale Casual Gamer lass ich mal völlig aus) zeigt sich an einfachen Punkten:

    – Kommuniktation untereinander
    – Aggro-Management?
    – Taktikverständnis und Wille zur Takik Erlernung
    – Wissen um die eigenen Fähigkeiten (Bonus: Wissen über andere Jobs)

    Ich muss immer schmunzeln, wenn ich an Final Fantasy XI zurück denke und mir vorstelle einem WoW Spieler Kampfabfolgen (Renkais), Magic Bursts und Schadens/Resistenzabhängigkeit zum Element des Tages zu erklären :p

    Antwort
    • Bei den von Dir geführten Punkten bzgl. der Degeneration sehe ich die Gründe ganz klar bei den Addons. Mit deren Hilfe (und natürlich auch der immensen Vereinfachung seitens Blizzard) schaffen es viele Spieler auf Höchstlevel ohne jemals wirklich ein Klassenverständnis aufzubauen.

      Das rächt sich dann natürlich in Raids, denn was mich die letzten 80 Level nicht interessiert hat muss ich wegen einem einzigen Boss auch nicht weiter beachten.

      Antwort
      • Wenn ich mich auch mal einmischen darf, meiner Meinung nach liegt das nicht an den Addons, sondern daran, dass alles von Seiten Blizzards so sehr vereinfacht und generft wird. Wie war es denn früher? Da gab es schon beim Leveln haufensweise Elite Quests und Gegner, wo man sich eine Gruppe suchen musste. Ich erinnere mich gut, als ich damals das erste Mal das Quest mit der Prinzessin im Arathi Hochland gemacht habe. Von der gab es gut eines auf die Mütze. Wie schaut es heute aus? Alle Mobs sind nicht mehr Elite und man kann sie solo umhauen. Oder erinnert euch an die Questreihen für das Pala Mount, das HM Mount oder meinetwegen auch der Quest für die Druidenflugform, VOR dem Nerf. War alles auch einigermassen anspruchsvoll. Oder wie war das mit der super Priester Waffe bzw. dem Bogen für den Jäger aus MC. Da musste man auch beweisen, dass man seine Klasse wengistens halbwegs beherrscht. In TBC waren die Hero Instanzen auch anfangs wirklich schwer, Sklavenunterkünfte haben wir zweimal voll gereppt, bis wir die das erste Mal geschafft hatten – in WoTLK bin ich in einige Instanzen das erste Mal hero rein und es war kein Problem. Wie soll man so denn lernen seine Klasse zu spielen? Geht ja alles auch, wenn man sie nicht spielen kann…

        Antwort
        • Du hast vollkommen recht, das Spiel wurde immens vereinfacht. Aber meiner Meinung eben genau wegen den Addons, die dem Spiel schon etwas von seiner Komplexität nahmen. Während Classic und BC verlernten die Leute zunehmend das Spiel richtig zu spielen, schließlich nahmen ihnen die Addons ja auch einiges ab. Das durchschnittliche Klassenverständnis wurde immer geringer und so musste das Spiel vereinfacht werden, damit die Spieler überhaupt noch irgendwie vorwärts kommen.

        • Sehe ich wieder anders, mit den Addons hat es gar nichts zu tun, dass das Spiel vereinfacht wurde, eher mit der Zielgruppe, auf die Blizzard das Spiel ausrichtet. Inzwischen will Blizzard, dass alle Spieler die Raidinstanzen erleben können (schreiben sie ja dauernd selbst so), darum werden sie einfacher gemacht – und wer es schwerer mag, der kann dann ja den HM machen. Dasselbe mit den Zugangsquests früher, die auch nicht so einfach waren, inzwischen soll ja jeder in die Inis reinkommen, deshalb gibt es jetzt keine Zugangsquests mehr.

  4. BitterSymphonie

     /  8. Oktober 2009

    Hach Ragnarok…
    Das war mein erstes Online Game überhaupt…
    Um ehrlich zu sein ich spiele es immer noch furchtbar gern, es kommt ganz einfach ohne Schnickschnack aus. Ich finde das je mehr ein Spiel ohne Addons auskommt, desto besser ist es durchdacht. In WoW ist es ja auch so, das wenn man bestimmte Addons nicht installiert hat gerne auch mal wieder aus der Gruppe rausgeschmissen wird (hab ich bis jetzt schon zweimal miterlebt!!). Da ist Entsetzen an der Tagesordnung wenn man offenbart das man nicht mit Omen, etc arbeiten möchte. Ich brauche die Dinger nicht, habe lediglich eines zum Questen :-)

    Antwort
    • Hach Ragnarok…
      Das war mein erstes Online Game überhaupt…

      Dito! Ich habe es geliebt! Gott sei Dank gibt es Freeshards ;-)

      Ich kann mich noch an meinen ersten Gruul Raid in BC erinnern. Ich hatte kein Deadly Boss Mods installiert und sah auch defintiv keinerlei Notwendigkeit – schließlich kam ich mit aufmerksamer Spielweise auch sonst im Spiel voran und konnte Bosse umschubsen. Unser damaliger Raidleiter der Partnergilde ist aber während des Raids so dermaßen explodiert, dass unser TS gewackelt hat, nur weil ein paar Leute (ich ja eingenommen) dieses schnöde Addon nicht installiert hatten. Zu dem Zeitpunkt fragte ich mich bereits das erste Mal ob ich nicht doch fehl am Platz bin in der Raiderwelt.

      Antwort
      • Naja, ich kann den Raidleiter aber verstehen.

        Ist wie mit den in den eigenen Schwanz beissenden Schlangen.

        Da die meisten ohne Addons nur Fehler machen, brauch ich es als Raidleiter bei allen um die Fehlerquelle zu schließen – die es nicht geben würde, wäre gar kein Addon vorhanden.

        Denn dann müssten es alle Spieler richtig lernen – nur das geht halt auch nicht, denn dann hätte es schon bei Gruul kaum noch Raids (geschweige denn Randomraids) gegeben.

        Überforderung und so ;-)

        Antwort
        • Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu, ein wahrer Teufelskreis! ;-)

      • Nun,

        ich hatte nie eine Spielkonsole und kenne Final Fantasy nur aus Berichten ;), ABER…

        ich spielte von 1999 an Everquest. Da gab es keine AddOns, die Spieler mussten lernen wie das Spiel funktioniert.

        Wenn bei einem Boss-Kampf (Raid, nicht Gruppe) mal das Lag-Monster zuschlug und 3/4 der Mannschaft starb, dann gabs kein Geheule und keine Schuldzuweisungen wie in WoW.
        Oft war es möglich, dass der Rest und der Lage war, den Boss solange zu beschäftigen, bis die Clerics die anderen Spieler wiederbelebt und gebufft hatten.

        Strategiewechsel mitten im Kampf war Stand der Technik – nicht einfach nur die bunten Knöpfchen drücken, wenn ein Programm dies anzeigt.
        Und es gab keinen Voice-Chat – alles per Tastatur, 70 Spieler in einer Raid und es hat funktioniert.

        Am Anfang von WoW spielten noch diese erfahrenen Spieler und man benötigte keine AddOns, außer denen, die die Anzeige verbesserten (da hatte WoW vom Start weg deutlich weniger Konfort, als das uralte EQ) und ich meine nicht die Anzeige zum Aggro-Management – das hatte man nach zwei oder drei Versuchen im Griff.

        Meiner Meinung nach geht es mit WoW bergab seit die Entwickler ausschließlich auf PvP/Arena/eSport „optimieren“.

        Ghanur
        Alter Meckerer
        (Gastkommentator auf http://ao-lai.blog.de/)

        Antwort
  5. Ich merke nur kurz an, dass du in deiner Aufzählung etwas vergessen hast: Skill>Items…wie bei Guild Wars. Das mag ich jetzt um die Uhrzeit nicht in aller Breite erklären, bei buffed gibts die Tage ein Video…die Guild Wars-Show…da wird das kurz angerissen (wirklich nur seeeeeehr kurz).

    Antwort
    • Ich bin mal eben so frei und verlinke das Video.
      » http://videos.buffed.de/view/video/265

      Ist wirklich sehenswert, vielen Dank! Bezüglich der These ‚Skill > Items‘: ja, ich hab’s vergessen. Aber ich glaube, das ist auch ganz gut so. Das Thema ist wieder so groß, dass ich das nicht untergebracht hätte.

      Antwort
  6. Chris

     /  9. Oktober 2009

    Aber ob sich bei WoW was ändern wird? Dürfen die die Schnittstelle überhaupt wieder rausnehmen? Mittlerweile hat sich doch fast ein richtiger Geschäftszweig daraus gebildet.
    Ich spiele im Moment Aion und vermisse nichts. ;-) Von mir aus soll das auch so bleiben. Addons, die nur das Aussehen verändern fänd ich ok. Aber solche Dinge wie Recount und die Boss-Addons sollten nicht eingeführt werden.

    Antwort
    • WoW soll sich ja gar nicht mehr ändern. Die Addons sind ein wichtiger Bestandteil und aus WoW gar nicht mehr wegzudenken. Eine Entfernung der Schnittstelle würde dem Spiel ganz unglaublich das Genick brechen, so blöd ist nicht mal Blizzard.

      Viel mehr interessiert mich die Frage was aus WoW geworden wäre wenn es nie Addons gegeben hätte und ob Addons ein Spiel nun besser oder schlechter machen.

      Aber ich stimme mit Dir überein: auch ich vermisse derzeit absolut nichts in Aion, das Spiel is ausgereift genug und konzeptionell sehr gut durchdacht, ich sehe hier keinerlei Bedarf an Addons. Warum sehen ihn aber andere Spieler?

      Antwort
      • Weil diese anderen Spieler schon Vanguard kaputtgeredet haben. Uuuuh, man muss Quests lesen und nachdenken…uuuuh es nimmt einem keiner etwas ab und man wird nicht an die Hand genommen…uuuuuuuuh, Anspruch! Ganz ehrlich…auf solche Spieler kann Aion verzichten. Aus VG sind diese Nasen auch recht schnell weg (seitdem war die Community übrigens super^^).

        Antwort
  7. Ich halte das originale Blizzard UI in der Zwischenzeit für derart antiquiert daß ich WoW ohne Addons nicht mehr spielen würde. Also das komplette Player/Group/Raid Frameset sieht altbacken aus – und fühlt sich auch so an.

    Das was es in WoW an UI Entwicklung gab war nmM Addons getrieben – ohne diese hätten wir heute ein WoW-UI ähnlich wie das von EQ2. ag_unitframes, grid, pitbull, und wie sie alle heißen stehen untereinander im Wettbewerb und bringen die Entwicklung die die Hersteller nicht leisten können/wollen.

    Aion zB hat keine .lua Schnittstelle – die Individualisierbarkeit ist begrenzt.

    Wäre ich heute ein Consultant für ein neues MMO würde ich dem Hersteller empfehlen seinem Spiel ein FuBar-ähnliches Menu-System zu geben und es für die Addon-Programmierer frei zu geben. Die könnten ihre Addons harmonisch ins Spiel integrieren und würden am Ende Entwicklungsarbeit leisten die ich als Anbieter alleine gar nicht leisten kann.

    Ich halte die .lua-Schnittstelle für mitverantwortlich beim wirtschaftlichen Erfolg eines WoW.

    Luna

    Antwort
    • Was Du schreibst behandelt ja nur die individuelle Visualisierung des Interface. Dafür bin ich ja auch, denn ein persönlicher Touch der Oberfläche ist etwas was den Spieler stärker mit dem Spiel verbindet.

      Ich bin nur gegen Funktionserweiterungen, Infos die man normalerweise nicht sehen kann sollten auch durch Addons nicht dargestellt werden können. Das ist eine Veränderung des Spielkerns und das ist definitiv zuviel. Und eben genau solche Addons sind es die die Spielerbasis bis heute in Grund und Boden gerichtet haben weil sie untragbare Zustände in der Communtiy hervorgerufen haben.

      Antwort
    • Kurz: LH will ein WoW, das kein WoW ist, weil er WoW grundsätzlich doof findet (und WoW ohne Addons eine UI wie EQ2 hätte…häää?). Er kanns zwar nicht begründen, aber er muss dagegen sein, sonst ist er nicht glaubwürdig.

      Ben will die Fenster bei Aion lustig verschieben können. Das kann Ben. Zumindest ansatzweise…man kann sagen, ob oben oder unten. Klasse finde ich das System von Guild Wars…da kann man wirklich JEDES Element der UI verschieben, anpassen und so weiter…und es gibt keine externen Addons. Genau das, was Ben will. Aber ich hoffe auch, dass es für Aion keine DummmacherAddons geben wird.

      Antwort
  8. Ein sehr schöner Beitrag!
    Ich nehme mal stark an das war der an dem Du so lange gesessen hast?

    Also generell sei mal gesagt das fast alle Games und speziell MMOs im Endcontent riiiiesige Penis-Vergleich-Shows sind! Da alle anderen auch auf dem selben Level sind und alle ähnliche Ausrüstung besitzen, kann ich nur noch durch spezielle Items, Ausrüstungsgegenstände, Pets und Statistiken glänzen…und glänzen, das ist es doch was jeder von uns will. ;)

    Und ich kann Dir auch sagen wieso in WoW die AddOns so einen großen Erfolg haben: Das Game bedient die Massen und ein Großteil derer verbringen seeehr viel Zeit mit dem Spiel (weiß das alles aus eigener Erfahrung). Was machst Du denn auf der Arbeit wenn Du mal wieder täglich zehn Stunden am Schreibtisch vor dem Computer hockst? Genau, Du machst Dir Deine Arbeit so leicht wie möglich…und dabei nutzt Du alle Tricks…genau das gleiche passiert auch in WoW.

    AddOns die nur das UI verändern, nicht aber in die Spielmechanik eingreifen sind voll in Ordnung – wenn jemand meint er bekommt durch die Optik Augenkrebs soll er es ändern können und dürfen.

    PS: Habe mir jetzt noch nicht alle Kommentare durchgelesen.

    Antwort
    • Ein sehr schöner Beitrag!
      Ich nehme mal stark an das war der an dem Du so lange gesessen hast?

      Vielen lieben Dank und ja, das ist das kleine Teufelchen an dem ich mir zuerst noch die Zähne ausgebissen habe.

      Zu dem Rest Deines Kommentars muss ich nicht mehr viel mehr schreiben, der spricht – wie immer – für sich selbst.

      Außer vielleicht noch „Jawohl!“, dann is aber gut.

      Antwort
  9. Ich bin immer noch für die Basics. Spielte schon vor WoW LUA-UI-Spiele = DAoC. (Daher hat WoW die Idee…) Und nachdem Raidwahn von WoW gibt es keinen Grund mehr für AddOns.

    Sehe es so wie einige Zitierte Blogger: Der Entwickler muss in der Lage sein ein UI so zu liefern das man Spielen kann. Geschmacksfragen mal „aussen vor…“

    Viele Grüße aus Essen,

    Yitu
    http://ao-lai.blog.de

    Antwort
  10. Ich denke das mit vielen Addons ein gewisses Maß an Komfort in die Spiele kam, was von den Entwicklern evtl. vergessen wurde.

    An vieles hat man sich einfach gewöhnt, weil es das Leben im Spiel vereinfacht.

    Ich brauch nicht hunderte Addons, hab ich auch damals während meiner aktiven WoW Zeit nie, aber ein paar Sachen vermisse ich in Spielen, wo ich diese Addons eben nicht habe, schon.

    Konkretes Beispiel: Ich habe Heiler (Priester) in WoW gespielt und nun Kleriker in Aion.

    Ich kann die Unitframes in Aion aber nicht verschieben. Und das nervt gewaltig. Entweder habe ich alles am oberen rand des Bildschrims hängen, was kilometerweit von meinem Char entfernt ist, oder alles unten, bis auf mein Target, das ist weiterhin oben festgepinnt.

    Was ist das bitte für eine Sicht-Ergonomie? Ich kann auf einem 24″ Monitor mit einem Blick nicht alle Infos erfassen, und muss ständig auf verschiedene Ecken vom Monitor schauen.

    Das macht mich als Heiler wahnsinnig. Hier würde ein Addon, bei dem ich die Unitframes frei verschieben kann schon wahninnig helfen.

    Antwort
    • Du kannst zumindest die Gruppen-/Allianzübersicht verschieben. Das kleine Fensterchen hat einen greifbaren Angelpunkt (als Kreuzpfeil angezeigt) mit dem man dieses Element frei auf der Oberfläche bewegen kann.

      Antwort
  11. Super Beitrag. Sehr schön erläutert und mit passenden Beispielen versehen. So macht Blog lesen Spaß. So, genug des Lobes; nicht das du gleich rot anläufst ;-)

    Zum Thema:
    Ich unterstütze die These, dass MMORPGs keine Addons brauchen! Schön sie zu haben, wenn das Spiel einige Anpassungs-Möglichkeiten nicht anbietet sind sie aber. Die „Spielerleichterungs-addons“ meine ich nicht damit.

    Allerdings sehe ich es im WoW Beispiel etwas anders als Du. Nicht die Addons haben das Spiel kaputt gemacht, sondern die Nutzer die einige der Addons für kindische Handlungen (die Beispiele des damagemeters sind mir nur zu gut bekannt!) nutzen sowie Blizzard selbst!

    Warum wird immer alles nachgebaut was vorher Addons geleistet haben? Warum muss das Spiel immer simpler werden? Wieso muss ich die Addons nutzen, damit ich „der BESTE“ werde? Warum zählt Status und 1st sein so viel?

    Und der zentrale Vorwurf: Warum muss jeder einzelne Spieler (ohne jegliche Anstrengung dafür zu unternehmen!!!) alles vom Spiel sehen können? Wo bleibt da die Komplexität, das „Einfühlen“ und „Lernen“ des Spiels, das „spielen“ mit dem Game, die Herausforderung?
    Diese Dinge haben dieses hervorragende Spiel kaputt gemacht!

    Blizzard überträgt mit der Weiter(???)-Entwicklung in WoW das heute vorhandene gesellschaftliche Problem des „Ich will alles haben, und zwar sofort, und ohne etwas dafür zu tun“ auch ins Spiel. Tugenden wie Geduld, Rücksicht und Respekt, langfristige Anstrengung, Sparen und auch Vorfreude und gemeinsames Erarbeiten/-spielen sind heute nicht mehr gefragt. Leider! :(

    Antwort
    • Super Beitrag. Sehr schön erläutert und mit passenden Beispielen versehen. So macht Blog lesen Spaß. So, genug des Lobes; nicht das du gleich rot anläufst ;-)

      Zu spät, ich leuchte schon wie eine Tomate … Danke ;-)

      Ich stimme Dir zu, dass die Spieler sicherlich die Addons auch zweckentfremden (wie im Beitrag geschrieben), vertretete aber weiterhin die Meinung dass es ohne Addons nie soweit gekommen wäre. Der Spieler nutzt alles was er nutzen kann, sowohl im negativen als auch positiven Sinne.

      Und Blizzard hätte tatsächlich intelligenter agieren können als von der Community entwickelte Addons fest in das Spiel einzubauen.

      Antwort
  1. Tweets die Too “oldschool” to be cool? | Pixel Living erwähnt -- Topsy.com
  2. Blogtipp: Too “oldschool” to be cool? « WoW – Journal von Nomadenseele
  3. Voll erfasst « WoW – Journal von Nomadenseele
  4. Too little, too late - Dive into Shine
  5. Keng’s Lair » Blog Archive » Begehrlichkeiten

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