Einmal Beta mit Geflügel, bitte

Aion © NCsoft

Das vierte Closed Beta Wochenende von Aion ist rum und mir ist, als würde etwas fehlen. Ja, ich vermisse es bereits durch die Welt von Atreia zu reisen denn was ich bis jetzt von Aion sah kann ich nur mit einem Wort beschreiben: umwerfend!

Nachfolgend habe ich in einer kleinen Beta Review all die Punkte zusammengefasst, die ich für erwähnenswert halte. Zwar wollte ich ein ganz fetziges Video machen, damit ich nicht soviel schreiben muss, meine GameCam wollte aber nicht so wie ich. Daher gibt’s jetzt viel Text mit viel lecker Bildchen. Und weil so viele lecker Bildchen drin sind gibt’s jetzt noch einen

Hinweis: sämtliche hier eingefügten Bilder gibt es auch in der originalen Größe (1680×1050) in meinem Album auf Flickr zu bestaunen. Ich kann nur jedem an’s Herz legen sich diese auch anzuschauen, da sonst zu viel von den tollen Details der Screenshots verloren gehen. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit die Originaldateien direkt anzusehen, wenn Ihr die Bilder anklickt. In dem sich öffnenden Frame ist dann ein Link zu finden.

Vorwort & Klasseninfo

Spiritmaster pixelben

In meinem vorherigen Beitrag habe ich ja schon angekündigt, dass ich mich mit den beiden Klassen Spiritmaster und Chanter beschäftigen möchte. Zwar habe ich dieses Wochenende sowohl einen Chanter als auch einen Spiritmaster gelevelt, signifikant mehr Zeit habe ich jedoch mit dem Spiritmaster verbracht. Daher ist auf allen Screenshots nur dieser zu sehen und ich kann auch wesentlich mehr über ihn schreiben.

Bei der Charaktererstellung hat man die Wahl zwischen 4 Klassen: Warrior, Scout, Mage und Priest. Sobald der Charakter dann Level 10 erreicht hat bekommt er nicht nur seine Flügel, sondern darf sich innerhalb seines Klassenzweigs zwischen zwei weiteren Klassen entscheiden. So wird aus einem Mage beispielsweise ein Sorcerer oder eben ein Spiritmaster. Insgesamt hat Aion somit 12 Klassen (4 Grund- und 8 weiterführende Klassen).

Der Spiritmaster spielt sich dabei sehr stark wie der Summoner in Final Fantasy XI. Als Spiritmaster bildet der Spieler mit seinem heraufbeschwörten Elementargeist eine Einheit, beide sind voll aufeinander angewiesen. Der Spiritmaster ist eine weiche Klasse, trägt also nur Stoff und muss daher den direkten Nahkampf um jeden Preis meiden. Hierfür hat er seinen Elementargeist, den er in’s Kampfgetümmel schickt. Jedoch reicht es nicht aus den Geist vor zuschicken und selber aus der zweiten Reihe zu feuern. Die Geister sind nur bedingt belastungsfähig, daher sind diese darauf angewiesen, dass der Spiritmaster den Gegner durch Debuffs beeinflusst. Außerdem handeln die Geister nicht automatisch. Es gibt eine Reihe von Befehlen, die der Spiritmaster nutzen kann damit seine Geister bestimmte Aktionen ausführen. Darunter fallen besonders starke Schläge, Zustandsveränderungen und sogar auf den Spiritmaster gesprochene Heilzauber oder Buffs für die gesamte Gruppe. Die Geister handeln also nur durch reines Zutun ihres Herrn, ohne jegliche Selbstbeteiligung ist man als Spiritmaster verloren. Füße hoch legen und die Geister die Arbeit machen lassen ist also nicht drin. Daher kann man die Klasse des Spiritmaster auch nur schwer bis gar nicht mit dem Jäger oder Hexenmeister aus World of Warcraft vergleichen. Die Begleiter dieser beiden Klassen handeln zu einem großen Teil alleine und wenden gelernte Fähigkeiten selbständig an, Herr und Begleiter spielen hier nebeneinander; wohingegen Spiritmaster und Geist wesentlich stärker aufeinander angewiesen sind und zusammen spielen müssen.

Insgesamt hat der Spiritmaster 4 verschiedene Geister – Feuer, Erde, Wasser, Luft – die er jedoch erst nach und nach lernt. Mit steigendem Level machen diese Geister eine Metamorphose durch und verändern ihr Aussehen. Je größer das Level, desto bedrohlicher sehen die Geister aus. Besonders wichtig ist, das man je nach Situation einen anderen Geist beschwören sollte. Feuer resistente Gegner lachen nur müde über den Feuergeist; für besonders ausdauernde Gegner benötigt man das Erdelementar als Beschützer, da dieses den meisten Schaden wegstecken kann. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Interface & Soziales

Das Interface in Aion entspricht dem, was man als Standard Interface bezeichnen würde. Es enthält alle Elemente, die man auch aus anderen MMOs kennt. Minimap (mit Zielanzeige und markierten Gegner im Blickfeld), Spielerstatus (HP, MP), Zielstatus, Questverfolgung, Aktionsleisten, Anzeige von Buffs (links oben) und Debuffs (rechts oben) etc. Das Interface ist dabei relativ starr und lässt sich in seinem Aufbau nicht verändern. Man kann in den Optionen lediglich festlegen, ob das HUD (Heads Up Display) am oberen oder unteren Rand des Bildschirms stehen soll, die  einzelnen Elemente lassen sich (bis auf Gruppenliste und Chatfenster) dabei nicht neu anordnen. Das ist aber nur halb so schlimm, da das Interface von Aion relativ platzsparend ist. Außerdem kann man die Gesamtgröße anpassen, ich beispielsweise habe es auf 80% der originalen Größe verkleinert. Sämtliche Fenster die man öffnen kann, sind nicht fix verankert und lassen sich frei auf dem Bildschirm hin und herschieben und über die Optionen kann man sich zusätzliche Aktionsleisten anzeigen lassen. Ein ganz besonderes Novum, das mir bislang noch gar nicht begegnet ist, ist das Interaktionsmenü für andere Spieler. Bisher musste man Spieler immer anvisieren und dieses Menü per Rechtsklick auf deren Portrait aufrufen, um sie in Gruppen einladen oder auf die Freundesliste setzen zu können. In Aion funktioniert das jetzt auch mittels Rechtsklick direkt auf die Charakterfigur des Spielers. Sehr praktisch! Apropos Freundesliste: wenn mich jemand auf seine Freundesliste setzen möchte, dann werde ich zuvor gefragt ob ich das wirklich will. So kann man sich ganz einfach unliebsamen Stalkern erwehren. Generell ist das Interface von Aion sehr einfach zu bedienen und noch einen Tick intuitiver als andere. Außerdem fügt es sich wesentlich weicher in das Gesamtbild ein und wirkt nicht ganz so aufgesetzt und out of place wie in anderen Spielen.

Eine Übersicht über alle erworbenen Titel

Euch ist sicherlich schon der sehr zweifelhafte Zusatz Animal Lover vor dem Namen meines Charakters aufgefallen. Entgegen aller Vermutungen hat das nichts mit Sodomie zu tun, sondern das ist einer der Titel, die man in Aion erwerben kann. Im Gegensatz zu anderen MMOs bieten die Titel in Aion jedoch mehr als nur Prestige, sie beinhalten Charakteraufwertungen wie MP+20 oder Parry+2. Daher wird man selten jemanden ohne Titel antreffen, denn die Benutzung eines solchen ist sehr sinnvoll. Die Übersicht der Titel hat einen eigenen Tab im Charakterfenster, dort sieht man welche Titel bereits verfügbar sind und kann diese anlegen oder aktive Titel wieder ablegen. Allerdings wird einem dort nicht angezeigt, wie man die einzelnen Titel freischalten kann. Dies passiert meist als Belohnung für Questreihen, jedoch wird das weder in der Titelübersicht noch in der Belohnungsübersicht solcher Questreihen angezeigt. Das Erwerben eines neuen Titels geht damit leider ziemlich schnell am Spieler vorbei, so dass man immer wieder mal die Titelübersicht aufrufen muss um zu sehen, ob es bereits neue Titel gibt. Den Animal Lover beispielsweise bekommt man ganz beiläufig, wenn man ein von Goblins verputztes Hausschwein mittels Genozid rächt. Bei der Annahme dieser zugegeben übertrieben wirkenden Quest hält auch der eigene Charakter den Auftraggeber für meschugge und geizt in der Konversation nicht mit Sarkasmus.

Aion wartet mit einer Fülle an Emotes auf

Auch in Aion gibt es jede Menge Emotes um mit anderen Spielern zu interagieren. Dabei fällt auf, dass man eine unglaublich große Auswahl an Emotes zur Verfügung hat, vom banalen Winken bis hin zum exotischen Breakdance ist einfach alles dabei. Die Emotes lassen sich in Aion entweder über Klick auf das entsprechende Symbol oder Eingabe des entsprechenden Befehls in die Chatzeile ausführen. Alle Emotes sind dabei unglaublich detailliert gestaltet und entlocken dem Spieler so manches Schmunzeln. Ein ganz besonderes Emote gibt es, wenn es in der Spielwelt regnet. Der Charakter reagiert auf das Wetter, blickt nach oben, deutet den Regenwolken mit wildem Händefuchteln zu verschwinden und hält dann ein großes Blatt über seinen Kopf um sich vor den Tropfen zu schützen. Dieses Emote lässt sich nicht vom Spieler ausführen, sondern passiert automatisch bei Regen, kann aber durch Bewegung des Charakters abgebrochen werden. Eine, wie ich finde, unglaublich nette Idee, denn somit wirken die Charaktere nicht zu statisch sondern agieren auch ein wenig ohne Zutun des Spielers.

Eine Expresszustellung wird mittels Symbol an der Minimap angezeigt

Das Postsystem in Aion gleicht dem anderer Spiele bis auf’s Haar. Brief schreiben, Empfänger eintragen, Gegenstand beifügen und abschicken. Beim Empfänger taucht dann an der Minimap ein entsprechendes Symbol auf, so dass sich dieser auf zum nächsten Briefkasten machen und seine Post abholen kann. Was aber, wenn man auf eine wirklich dringende Sendung wartet und gerade mitten im Nirgendwo steht und der Teleport zum Bindepunkt noch abklingt? Darauf kennt Aion eine Antwort und führt mit dem Expressversand eine neue Möglichkeit der Postzustellung ein. Beim Verfassen der Post erhält der Absender die Möglichkeit gegen einen nicht unbedeutenden Gebührenzuschlag die Sendung per Express zu verschicken. Beim Empfänger taucht auch dann ein Symbol an der Minimap auf, jedoch mit dem Zusatz Express. Sobald der Empfänger diesen Button anklickt erscheint ein Postzusteller, ein sogenannter Zephyr Deliveryman, und läuft laut johlend auf den Spieler zu. Mit diesem NPC könnt Ihr nun reden um Eure Expresssendung in Empfang zu nehmen. Sobald Ihr das Fenster mit der Post schließt verschwindet der NPC wieder, egal ob Ihr die Post geöffnet habt oder nicht. Jedoch landet jede Expresszustellung auch parallel in Eurem Briefkasten, die Post ist also nicht verloren. Diese Expresszustellungen kann man überall in der Welt in Empfang nehmen, ganz egal wo man sich gerade befindet.

Der Postzusteller kommt dem Empfänger entgegengelaufen Spricht man den NPC an, erhält man eine Übersicht über alle Expresssendungen

Besonders an Aion ist vor allem die Tatsache, dass die Server in separate Channels unterteilt sind. Die Spieler werden beim Login den Channels nach dem „First come, first serve“-Prinzip zugewiesen. Also alle rein in Channel 1 bis dieser voll ist, alle weiteren Spieler dann in Channel 2. Damit verhindert NCsoft, dass sich zu viele Spieler in einem Gebiet tummeln. Es kann aber beispielsweise sein, dass man sich selbst in Channel 1 befindet während Freunde oder Kollegen dem Channel 2 zugewiesen wurden. Dann hat der Spieler über das Menü jederzeit die Möglichkeit den Channel zu wechseln um zu seinen Kameraden zu gelangen. Besonders sinnvoll ist dies, wenn in einem Gebiet exorbitant viel los ist und ein normales Questen wegen der Masse an Spielern schwer fällt. Dann könnt Ihr einfach auf einen der hinteren Channels wechseln, dort sollte dann weniger los sein. In den Hauptstädten gilt diese Regelung übrigens nicht: dort kommen alle Spieler eines Servers zusammen, eine Unterteilung in Channels gibt es nicht.

Handel & Gegenstandsveränderungen

Auch das Binden von Gegenständen hat eine eigene Animation

In Aion erhält man wie in allen anderen MMOs jede Menge Gegenstände. Sei es als Belohnung für abgeschlossene Quests oder als Beute von besiegten Gegnern. Und auch hier gibt es verschiedene, durch Farben gekennzeichnete Seltenheitsstufen (grau, weiß, grün, blau, orange). Ausrüstungsgegenstände ab grüner Seltenheitsstufe müssen vor dem Anlegen gebunden werden. Das Binden von Gegenständen ist aber im Gegensatz zu anderen Spielen ein klein wenig erweitert worden. Binden lassen sich Gegenstände nämlich nur, wenn man sich beispielsweise nicht gerade im Kampf befindet oder sich zum Ausruhen hingesetzt hat. Bindet man einen Gegenstand passiert dies mittels einer aufwändig gestalteten Animation. Das System des Bindens ist aus anderen Spielen bekannt und macht die Ausrüstung unbrauchbar für den Handel zwischen Spielern, sobald sie gebunden wurde. Will man sie entsorgen hilft nur noch der Weg über einen Händler NPC oder den Mülleimer. Entscheidet man sich für den Verkauf an einen NPC, erwartet einen in Aion eine kleine Überraschung. Das Verkaufen von Gegenständen passiert hier nämlich nicht stückweise, sondern gesammelt. Hierfür wählt man alle Gegenstände aus, die verkauft werden sollen, legt sie in den Warenkorb und bestätigt dann den Verkauf. So verschwinden auf einen Schlag mehrere Items. Das Besondere ist: es gibt einen Knopf, mit dem man alle grauen (also wertlosen) Items auf einmal in den Warenkorb legen kann. Das nimmt dem Spieler Arbeit ab, sich mühsam durch’s Inventar zu klicken. Der Einkauf bei einem NPC funktoniert übrigens auch gesammelt: alle interessanten Items in den Warenkorb legen und mittels Knopfdruck in’s eigene Inventar transferieren. Das Inventar lässt sich übrigens um zusätzlich Plätze bei bestimmten NPCs entgeltlich erweitern.

Mittels dem Knopf "Sell all misc" werden alle wertlosen Items direkt in den Warenkorb verschoben Mit einem einzigen Knopfdruck lassen sich alle unnützen Items gesammelt verkaufen

Natürlich gibt es auch in Aion Auktionshäuser für den Handel zwischen den Spielern. Da diese aber nach dem altbekannten Prinzip funktionieren und keine Neuerungen enthalten spare ich mir sowohl Bilder als auch großartige Erklärungen.

Erfolg oder Fehlschlag? Das Sockeln von Gegenständen ist ein spannendes Glückspiel

Eine Gegenstandsgattung die man sicherlich nicht leichtfertig verkaufen möchte sind die sogenannten Manasteine. Diese entsprechen in Ihrer Funktionsweise den Sockelsteinen aus World of Warcraft und können Ausrüstungsgegenstände mit Sockelplätzen um zusätzliche Attribute erweitern. Diese Manasteine findet man relativ häufig als Beute bei besiegten Gegnern. Möchte man einen Ausrüstungsgegenstand nun sockeln, klickt man einfach mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Manastein und wählt dann mittels Linksklick den zu sockelnden Gegenstand aus. Das Sockeln ist wie das Binden von Gegenständen nur in einem neutralen Zustand des Charakters möglich und wird wieder durch eine aufwändig gestaltete Animation dargestellt. Allerdings gibt es bei der Sockelung von Gegenständen auch eine gewisse Chance, dass diese fehlschlägt. Wenn das passiert, dann ist der genutzte Manastein verloren ebenso wie bereits alle in den Gegenstand verbauten Manasteine. Habt Ihr also einen Stein mit HP+20 in Euren Schuhen und wollt diesen noch um Attack+2 erweitern, dann verliert Ihr sowohl den bereits gesockelten HP+20 Stein wie auch den Attack+2 Stein. Über einen Fehlschlag ärgert sich der Charakter wieder in einer entsprechende Animation, bei Erfolg freut er sich so sehr, dass er euphorisch in die Luft springt.

Weitere Anpassungen von Ausrüstungsgegenständen sind das Einfärben und das Mixen. Das Einfärben funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie in Herr der Ringe Online und Warhammer Online: Farbe rechtsklicken, dann den einzufärbenden Gegenstand auswählen und schon erhält das gewählte Rüstungsteil einen neuen Anstrich. Neu ist das Prinzip des Mixens, das ich anhand eines kleinen Beispiels veranschaulichen will: mit Level 5 erhält der Charakter eine lange, in weiß und weinrot schimmernde Tunika, die unglaublich gut aussieht. Zwei Level später erhält man eine wesentlich bessere Tunika, die zwar mindestens doppelt so gut ist, aber in ihrem Aussehen eher an abgetragene Knastklamotten  erinnert. Nun könnt ihr die Werte dieser neuen Level 7 Tunika auf Eure alte Level 5 Tunika übertragen. Die Level 7 Tunika wird dabei unbrauchbar, dafür könnt Ihr die schicke Level 5 Tunika weiterverwenden ohne auf den Bonus der neuen Level 7 Tunika verzichten zu müssen. Dieses Mixen wird nur von NPCs in den Hauptstädten durchgeführt und kostet natürlich auch wieder einen kleinen Beitrag. Durch diese beiden Methoden des Einfärbens und Mixens sind der Charakterindividualisierung fast keine Grenzen gesetzt. Und nein, ich hab leider keine Screenshots, die hab ich  vergessen. Schande über mich.

Questdesign & Kampfsystem

Keine Gnade! Rechts neben dem Charakter werden weiterführende Skills in gestarteten Chains angezeigt

Das Questdesign in Aion ist sehr durchwachsen. In seinen Grundzügen unterscheidet es sich kaum von den Questdesigns anderer Spiele. Töte x, hole y, besuche z. Für jede Quest erhält man neben diversen Belohnungen auch entsprechend Geld und Erfahrungspunkte. Damit sind die Quests die ersten Hauptanlaufpunkte für das Sammeln von Erfahrung und Geld. Manche dieser Quests sind leider ungemein grindlastig. So kann es vorkommen, dass man von seinem Auftraggeber losgeschickt wird 50 Wolfsfelle zu sammeln. Das kann unglaublich viel Zeit in Anspruch nehmen da die Kämpfe in Aion exorbitant lange dauern, selbst gegen normale Gegner auf gleichem Level. Das ist aber auch gleichzeitig der Trost: die Kämpfe machen sehr viel Spaß, da sie herausfordernder sind als in anderen Spielen. Generell waren solche Grindquests aber eher die Ausnahme während meinen gespielten 15 Charakterstufen. Die Fülle an Aufgaben ist beachtlich, ich war nie ohne aktive Quests unterwegs.

So kennt man es: wildfremde Leute nerven die Spieler mit ihren Problemen Vor Annahme der Quest kann man sich von der Qualität der Belohnung überzeugen

Aion kennt 3 verschiedene Arten von Quests: normale Quests, Handwerksaufträge und Kampagnenquests. Besonders hervorzuheben sind dabei die Kampagnenquests, die sich mit Erreichen von bestimmten Stufen selbst aktivieren, man muss sie also nicht annehmen. Diese Kampagnenquests tragen einen durch die Story von Aion. Die Präsentation dieser Quests ist dabei sehr gut gelungen, da der Spieler mittels schön gestalteter Cutscenes in diese Quests eingeführt wird. Nachfolgend zwei Beispiele: in der ersten Quest geht es um Saurier, deren Herkunft unbekannt ist und die durch ihre Verbreitung eine Gefahr darstellen, in der zweiten Quest muss der Spieler einen von Banditen übernommenen Hof zurückfordern indem der Anführer besiegt wird.

Schöne Cutscene: die Kamera fährt vorbei an der Saurierherde ... ... und hält vor einem Saurier, der die Kamera anbrüllt und in sie hineinbeißt woraufhin diese umfällt

Die Kamera schwenkt über den Hof und fährt in das Haus in dem sich der Banditenanführer versteckt Zum Abschluß der Cutscene noch ein CloseUp vom Anführer und seiner Gefährtin

Die Cutscenes waren zu großen Teilen leider noch stumm, im Original sind sie aber bereits alle vertont; an Lokalisierungen für Nordamerika und Europa wird bereits gearbeitet. Bis zum Release sollen diese fertig sein, es wird also auch eine deutsche Sprachausgabe geben. Diese Cutscenes tragen ungemein viel zur Spielatmosphäre bei und geben dem Spieler viel stärker das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Die Missionsziele werden in tollen Kamerafahrten präsentiert und man bekommt beim Zuschauen unabdingbar das Gefühl „Da muss ich hin. Den muss ich hauen. Das muss ich holen“, die Lust auf die Erfüllung der Quests wird dadurch immens gesteigert. Die Quest mit den Banditen auf dem Hof ist trotz ihrer Aufmachung eine relativ kleine Quest. Rauf auf den Hof, möglichst alle Störenfriede wegräumen und dann schnell den Anführer vor dem Respawn seiner Untergebenen umschubsen.

Zuerst muss der Hof von kleineren Banditen befreit werden ... ... damit der Weg zum Anführer frei ist Aber auch dieser kann sich uns nicht lange widersetzen

Dies ist jedoch nicht die Regel, die Kampagnenquests werden mit steigendem Fortschritt pro Gebiet immer ausufernder. So gibt es eine spätere Quest, bei der man Kobolde davon abhalten muss geschürftes Erz zu raffinieren. Dies tun sie mittels einer magischen Essenz, die sie in großen Kesseln aufkochen. Um dies zu verhindern sucht man in der Mine einen Vorarbeiter (der relativ weit hinten ist), nimmt diesem einen Schlägel ab und leutet damit die Alarmglocke. Das wiederum lockt den aufgeschreckten Minenleiter aus seinem Versteck, der uns nach seinem Ableben die geheime Zutat der magischen Essenz überlässt. Dank einer Überdosis dieser Zutat können wir die Essenz verderben und zerstören somit die Raffinerieanlage der Kobolde. Eine wirklich toll gemacht Quest, bei der man vorsichtig und mit Bedacht vorgehen muss. Denn ansonsten wird man von einem der Wachposten in den Türmen erfasst und die können ganz schön schmerzhafte Pfeile verschießen. Also große Bögen laufen, viel abseits wandern und dabei den Weg von Kobolden freiräumen, immer einen nach dem anderen.

Aion bietet eine Anzeige über bereits verfügbare Skillchains und wie diese funktionieren

Wie auch in der Quest mit dem Banditenanführer funktionieren die Quests in Aion zu 90% auf dem Kampfprinzip: mit Gewalt lassen sich manche Probleme doch am leichtesten lösen. Da dauerhaftes Kämpfen leicht eintönig werden kann hat sich NCsoft mit den Skillchains etwas besonderes ausgedacht. Diese funktionieren nach einem denkbar einfachen Prinzip: der Spieler führt Skill 1 aus und aktiviert damit Skill 2. Dieser weiterführende Skill 2 wird dem Spieler direkt rechts neben seinem Charakter angezeigt (bzw. es werden alle Möglichkeiten gelistet; Skill 1 kann sich beispielsweise auch nach Skill 2 und Skill 3  verzweigen; sobald ein Skill ausgeführt oder das Zeitfenster zum Weiterführen der Kette verstrichen ist, verschwindet diese Anzeige wieder). Der Spieler kann nun Skill 2 nutzen um eine stärkere Attacke auf Basis von Skill 1 auszuführen. Skill 2 hat dann seine eigene Abklingzeit und kann vor Ablauf dieser nicht erneut benutzt werden, auch wenn Skill 1 wieder ausgeführt wurde. Um diese Cooldowns möglichst sinnvoll zu überbrücken muss der Spieler auf eine zweite Skillchain umsteigen. Bei meinem Spiritmaster sieht das folgendermaßen aus: ich benutze Ice Chain um den Gegner zu verlangsamen, dadurch schalte ich Ice Shock frei, das den Gegner sowohl zurückwirft als auch am Boden fest friert. Nun hat mein Ice Shock eine Abklingzeit, daher sollte ich nicht versuchen diese Ice Skillchain erneut durchzuführen. Ich benutze also meinen Fire Bolt, ein einfacher Feuerball mit ordentlich Bumms, der als Folgeskill Blaze aktiviert. Dieses Blaze macht sehr hohen Schaden auf Feuerbasis und senkt die Magieresistenz des Ziels. Ich muss also die Abklingzeit meiner Skillchains ordentlich ausnutzen um nicht in einer abklingenden Skillchain zu landen. Das setzt voraus, dass der Spieler seinen Charakter und dessen Fähigkeiten im Schlaf beherrscht und sowohl um seine Stärken wie auch um seine Schwächen weiß. Eine ordentliche Rotation ist in diesem Spiel nicht nur Pflicht, sie ist sogar überlebenswichtig für den Charakter. Grobe Schnitzer können leicht zu Problemen führen, da man sonst den Kampf nur noch schwer oder gar nicht mehr zu seinen Gunsten wenden kann. Und als ob das nicht schon schwer genug wäre, gibt es auch noch bockige Chains, die nur ab und zu zünden. Welche das sind wird einem in der Übersicht anhand eines weißen Pfeils angezeigt. Die Skillchains setzen sich übrigens von alleine zusammen, man kauft die entsprechenden Fertigkeiten beim Ausbilder. Es ist also kein manuelles Zusammenbauen der Chains durch den Spieler nötig.

Handwerk

Das Sammeln von Rohstoffen ist auch in Aion die Grundlage für jeden Handwerksberuf.

Das Handwerk funktoniert in Aion wie in allen anderen Spielen. Der Spieler sammelt Rohstoffe und verarbeitet diese. Entweder zu weiteren Handwerksgütern oder zu Endprodukten. Jedoch gibt es auch in diesem Bereich einige Besonderheiten. Beispielsweise gibt es keinerlei Restriktionen, jeder kann jedes Handwerk erlernen und auch alle Rohstoffe sammeln. Eine Begrenzung auf einen Haupt- und einen Nebenberuf oder ähnliches kennt Aion nicht. Einzige Voraussetzung ist, dass man das nötige Geld für das Erlernen aller gewünschten Berufe mitbringt. Die Rohstoffe lassen sich von jedem aufsammeln, von Level 1 an. Dabei ist es egal ob Kräuter, Erze, Holz oder andere Rohstoffe. Das Aufsammeln dieser Rohstoffe steigert den Sammelskill, je höher dieser ist, desto bessere Rohstoffe können im späteren Verlauf des Spiels aufgesammelt werden. Das Sammeln und Verarbeiten von Rohstoffen gibt nicht nur Skillpunkte sondern auch Erfahrungspunkte. Daher ist es immer ratsam soviel zu sammeln und zu verarbeiten wie man nur kann. Das Sammeln und Verarbeiten basiert auf einem System aus Erfolg und Fehlschlag. Je höher der Skill desto geringer ist die Chance eines Fehlschlags bei minderwertigen Items. Hat aber der Skill Stufe 10, so ist die Fehlschlagrate bei der Herstellung oder dem Aufsammeln von Items der Stufe 10 noch relativ hoch. Ob das Aufsammeln oder die Herstellung fehlschlagen oder erfolgreich sind, sieht man anhand zweier Fortschrittsbalken. Wird zuerst der blaue Balken voll, dann wird es ein Erfolg. Erreicht zuerst der grau-rote Balken das Ziel, dann schlägt es fehl. Herstellen kann man Gegenstände nur an Werkbänken, die sich lediglich in den Hauptstädten finden. Jeder Beruf hat seine eigenen Werkbänke: so haben Alchemisten ein kleines Labor, Schmiede haben einen Schmelzofen, für Köche gibt es eine Küche und so weiter. Die Herstellung ist dabei mit sehr detaillierten Animationen untermalt. Vor allem, da sich die Gegenstände auf den Werkbänken von alleine bewegen, ganz so wie beim kleinen Zauberlehrling. Der Charakter reagiert auch auf Erfolg und Fehlschlag: so freut er sich sichtlich oder flucht wüst vor sich hin.

Um die gesammelten Rohstoffe verarbeiten zu können braucht man eine entsprechende Werkbank. Wird die Herstellung ein Erfolg? Das bestimmen in Aion sowohl Gück als auch Können. Jeder Handwerksberuf hat eigene, liebevoll gestaltete Animationen.

Für die Herstellung werden oft zusätzliche Reagenzien benötigt, die sich bei einem Handwerksverkäufer in den einzelnen Gildenhallen finden lassen. Bei diesen Händlern kann man auch Muster und Vorlagen für höhere Skillstufen der Berufe erwerben. Dies ist auch die einzige Möglichkeit um an weitere herstellbare Gegenstände zu kommen, es gibt keinen Lehrer der einem neue Rezepte beibringt.

Transportmittel & Fortbewegung

Mit den eigenen Flügeln fliegt es sich doch am Schönsten

In Aion gibt es keine Reittiere, Hubschrauber, Dampfpanzer oder ähnliches. Das Spiel beschränkt sich lieber auf 3 einfache Transportmittel: den Teleport, den Flugmeister und die eigenen Flügel. Den Teleport benötigt man um sich zwischen den Gebieten bewegen zu können. Diese sind strikt voneinander abgegrenzt und können weder per pedes noch mit den Flügel bereist werden. Möchte ich als Elyos also von Poeta nach Verteron, so suche ich den Teleportmeister auf, der mich auf die Reise schickt. Nett ist vor allem die Tatsache, dass es innerhalb der Hauptstädte ebenfalls Möglichkeiten zum teleportieren gibt. Da die Städte sehr groß sind kann man sich von einer Teleportstatue im Norden direkt zu dessen Gegenstück im Süden schicken lassen und umgedreht. Das Teleportieren wird in Aion übrigens beim Wort genommen: sobald sich der Spieler für sein Reiseziel entschieden hat öffnet sich vor dem Charakter ein Portal, durch das dieser dann ganz elegant hindurch gleitet.

In Aion reist man mittels Transporter zwischen den Gebieten, Fuß- oder Flugwege gibt es nicht. Auch innerhalb der riesigen Städte kann man sich von einem Ende an's andere teleportieren lassen. In Aion wird das Teleportieren noch beim Wort genommen: Portal auf, Charakter rein, Portal zu.

Am Ziel angekommen verkürzen dann die Flugmeister die Reiserouten innerhalb der Gebiete. So schickt ein Flugmeister den Spieler im dem Gebiet Verteron von der Zitadelle (die Stadt dort) in einen der weiter entfernten Außenposten. Praktisch am Flugmeister ist, dass der Spieler nicht erst den Flugmeister am Außenposten aufsuchen muss um den Flugpunkt zu kennen. Es sind alle Flugpunkte von Beginn an verfügbar. Sowohl die Benutzung von Teleports wie auch der Service des Flugmeisters sind dabei mit Kosten verbunden.

Fliegen in Aion ist ein absolutes Highlight und toll umgesetzt.

Die letzte Methode der Fortbewegung ist auch gleichzeitig das Aushängeschild von Aion: die eigenen Flügel. Diese hat man nicht von Beginn an, sondern man muss sie sich ab Level 9 in einer Questreihe verdienen. Die Zeremonie, in der der Charakter sein menschliches Dasein letztendlich ablegt und zu einem gottgleichen Daeva wird, wird in einer groß angelegten Zwischensequenz dargestellt. Den Spieler überkommt dann unweigerlich ein Gefühl der Zufriedenheit, sobald er diese Sequenz auf seinem Monitor vorbeiflimmern sieht. Dann wollen die Flügel unbedint sofort ausprobiert werden, ganz so einfach ist es jedoch nicht. Fliegen kann man nämlich nur in bestimmten, dafür vorgesehenen Gebieten in denen Äther durch die Atmosphäre fließt. Dieses Äther wird von Fragmenten des zerstörten Turms der Ewigkeit verströmt, die man nur an gewissen Punkten im Spiel finden kann. Diese Restriktion der Flugfertigkeit dient nicht nur dazu den Spielern die Möglichkeit zu nehmen Hindernisse wie zum Beispiel Hügelketten zu überfliegen, sie wird somit auch ganz explizit zu einem Questfeature. Primär sind solche Turmfragmente nämlich in Questhubs verbaut, so dass man auch Quests bekommt für die der Spieler seine Schwingen ausbreiten muss. Ob man sich in so einem Gebiet befindet, sieht man an dem Orb links neben der Minimap. Wird dieser hervorgehoben, wird der Flugmodus durch einen Klick darauf gestartet. Die Flugrichtung wird dann mittels gedrückter rechter Maustaste bestimmt während man weiterhin mit den Tasten vorwärts und rückwärts fliegt. World of Warcraft Spieler kennen das Prinzip von den Flugmounts. Aber auch in von Äther durchdrungenen Gebieten lässt es sich nicht uneingeschränkt fliegen: von Beginn an kann der Charakter maximal 1 Minute fliegen, ist diese Zeit abgelaufen werden die Flügel eingefahren und der Charakter fällt wie ein Stein ungebremst Richtung Boden. Wieviel Kraft dem Charakter noch bleibt wird durch eine Anzeige um den Flugorb herum angezeigt. Außerdem hat der Charakter eine entsprechende Anzeige unter seinem Namen sobald er sich in die Luft erhebt. Erreicht die Restkraft einen kritischen Punkt, wird eine Meldung am Bildschirm ausgegeben, der Orb beginnt rot zu leuchten und Warnsignale ertönen – wer es dann immer noch nicht kapiert hat, hat das Bungeejumping ohne Bungee verdient. Diese Flugdauer lässt sich im weiteren Verlauf des Spiels durch den Ausbau der Flügel ein klein wenig verlängern.

Fazit

Der Windgeist ist der zweite verfügbare Begleiter des Spiritmaster.

Als ich das erste Mal von Aion hörte, war ich wenig begeistert von dem Spiel. Für mach war es nur einer von vielen weiteren Asia-MMO-Grindern. Die Zahl der Infos und Bilder wurde immer größer, mein Interesse an dem Spiel jedoch nicht. Bis plötzlich überall im Internet und in Foren laienhafte Berichte von Spielern der nordamerikanischen, europäischen und koreanischen Betas erschienen, die vor überschwänglicher Euphorie nur so trieften. So konnte auch ich mich in meiner neugierigen Natur nicht lange erwehren und fing an das Spiel zu verfolgen. Und wie man sehen kann gipfelte das in meiner Teilnahme an der Beta. Und nach diesen 3 Tagen, die ich Aion spielen durfte, muss ich zugeben, dass ich dem Spiel gewaltig Unrecht getan habe. Aion ist definitiv nicht der standardmäßige Asia-MMO-Grinder, für den man es leicht halten kann. Vielmehr vereint Aion alle Vorzüge bekannter MMOs zu einem funktionierenden Ganzen und würzt das gesamte Konstrukt mit intelligenten Neuerungen. Das alles präsentiert Aion mit einer unglaublich liebevoll und detailreichen Gestaltung von Spielwelt und Charakteren. Dieses Spiel und alles daran macht einfach Spaß. Die Städte, die Charakterstellung, die Monster, die Quests, die Landschaft, ja selbst das Crafting. Alles ist mit soviel Liebe zum Detail gestaltet, dass man sich sehr leicht in Aion verlieren kann. Eines ist Aion dabei aber immer: ein Asia-MMO. Und genau das will dieses Spiel auch sein. Der teilweise arg übertriebene Anime Look ist hier Programm, dafür stimmt der von vorne bis hinten. Anime Fans werden mit diesem Spiel ihre reine Freude haben, für alle anderen mag es gewöhnungsbedürftig, ja sogar befremdlich sein. Wenn man sich aber davon nicht abschrecken lässt, erwartet einen mit Aion eine echte Überraschung, die mehr bietet als sie auf den ersten Blick vermitteln mag. Die Technik, die hinter Aion steht, überzeugt auf der ganzen Linie. So schafft es die modifizierte CryEngine1 spektakuläre Bilder zu zaubern ohne zu große Anforderungen an die Hardware zu stellen. Bei mir beispielsweise lief Aion in 1680×1050 mit allen Grafikoptionen auf höchster Stufe und sämtlichen aktivierten Eyecandies komplett flüssig. Lediglich in den Hauptstädten kommt es wegen den Massen an Spielern gerne mal zu Ladehemmungen, so dass man nur den Namen sieht, das Charaktermodell aber noch nachladen muss. Das ist aber zu verschmerzen, da man in den Städten nicht auf schnelles Handeln wie in den Questgebieten angewiesen ist – und da funktioniert die Technik einwandfrei, nicht zuletzt wegen dem sinnvollen Channelsystem. Aion ist sehr verträglich und schafft es auch auf schwächeren Systemen noch in wirklich annehmbaren Einstellungen flüssig zu laufen.

Die Beta ist vorbei und der Charakter gönnt sich eine Auszeit auf seinem Wölkchen.

Wird Aion aber jetzt der prognostizierte WoW-Killer? Wohl kaum, denn um WoW-Enthusiasten hinter dem Ofen hervorzulocken bietet Aion einfach einen zu geringen Mehrwert gegenüber World of Warcaft. Alle Zweifler jedoch, die sich nach Alternativen umsehen, können sich in Aion schnell wohlfühlen sofern sie sich nicht an dem Anime Setting stören. Und Spieler von Lineage II werden sich in Aion schnell zurecht finden, da das Spiel stark an seinen geistigen Vorgänger erinnert. Ich glaube Aion wird sich recht schnell eine beachtliche Spielerbasis sichern können. Aber eines schafft NCsoft in jedem Fall: mit Aion erwartet uns im September ein echter Überraschungshit der mit genügend Innovationen aufwartet um jede Menge frischen Wind in das Genre zu bringen.  Und dabei konnte ich noch nicht einmal das durchaus interessant wirkende PvPvE testen!

Update: Ich konnte doch ein wenig Filmmaterial aus dem verunglückten Aufnahmeversuch retten und ein paar Videos daraus basteln. Diese habe ich auf YouTube gepackt und in einer Playlist zusammengefasst.

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20 Kommentare

  1. Ich wollt meinen Kommentar eigentlich erst zum Schluss schreiben, aber bei soviel Infos vergesse ich noch die Hälfte, deswegen hier in Stichpunktform, während ich den Text lese.
    Das Expresssystem ist klasse.Die Animation bei Regen hört sich klasse an, das will ich in Aktion sehen *fuchtel*Das ChannelSystem halte ich für wenig sinnvoll: Das gabs in AoC auch schon fast so und sorgte anfangs nur für Ärger, da man in verschiedenen Channels war und sich dumm und dämlich gesucht hat. Und wenn ich nun in C2 bin und meine Kumpels in C1 und ich will wechseln, kann aber nicht, weil C1 voll ist…was dann? Oder darf man dann einfach wechseln? Das würde das ganzwe System ja zunichte machen.Sehe ich auch die Animationen anderer SPieler, wenn sie einen Gegenstand an sich binden oder sockeln? Das würde ja ab und ein arges Effektfeuerwerk werden. :-DDas Handwerkssystem erinnert mich an Vanguard. Da war es fast änhlich, auch mit Animationen, verschiedenen Schritten, Erfolg & Misserfolg. Und ich glaube, ich habe dort mehr Zeit an der Werkbank als beim questen verbracht. *freu*Zu den Flugmeistern. Da man ja alle Flugpunkte kennt, kann ich dann am Anfang als kleiner Grünschnabel schon in die hohen Gebiete oder sind die noch gesperrt?Der Windgeist sieht aus wie ein Pokemon ;-)Was ist PvPvE?Hmm konnte man nur die ersten 15 Level testen? Nicht, dass es so wird wie bei AoC, wo der Anfang göttlich ist und nach dem Startgebiet wird es mau.So…das wars. Hmmm…netter BetaBericht, macht Lust auf mehr. Es ist mir zwar zu asiatisch und ich glaube, es würde bei mir auch nicht in schönen details laufen, aber reingucken werde ich wohl auch mal. Vielleicht gibts ja zeitnah zur Veröffentlichung ne Testversion.Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen bericht. :-D

    Antwort
  2. Hmmm, die Formatierung des Kommentars ist flöten gegangen *cry*

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  3. @Carschti: Kein Problem, ich hab mal ganz behelfsmäßig eine Notfallformatierung eingebaut ;-)Und nun zu Deinen Fragen:Ja, ist es!Ich hab da mal was vorbereitet: gucksdu hier und hier.Diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, da ich selber immer nur in höhere, also entsprechend leerere, Channels gewechselt bin. In Aion wird Dir aber angezeigt, in welchen Channels sich die Leute auf Deiner Freundesliste befinden, so findet man sich schneller. Es gibt auch ein Channelmenü, dass Dir selbst anzeigt wo Du bist und Dir das Wechseln ermöglicht.Ja, die sieht man. Allerdings hält sich das in Grenzen. Während der Beta habe ich das nur wenig Leute machen sehen. Aber theoretisch könnte man damit eine riesige Lightshow veranstalten ;-)Das Handwerk ist in jedem Fall so ausgelegt, das man damit viel Zeit verbringen kann. Ob das jetzt gut oder schlecht ist muss wieder jeder für sich selbst entscheiden. Mir gefällt’s jedenfalls.Ich habe es zwar nicht ausprobiert, aber theoretisch dürfte es einem neuen Charakter möglich sein sich über die verschiedenen Teleportmeister von Gebiet zu Gebiet zu teleportieren, bis in das Endgebiet rein. Und dort kann man mit dem ersten Flugmeister alle Flugpunkte anfliegen. Einziges Hindernis sind die Kosten, da man derartig viel Geld nicht gleich zu Beginn hat.Genau das habe ich mir auch gedacht. Außerdem hat das Ding auf Stufe 1 noch nicht wirklich was drauf. Mein Favorit ist das Erdelementar, das ich aber leider noch nicht holen konnte.PvPvE sieht folgendermaßen aus: Aion hat 2 verfeindete Fraktionen, ab Level 25 kannst Du in das PvPvE-Gebiet. Dort warten neben der verfeindeten Fraktion auch die Balaur, Fraktion Nummer 3. Dabei handelt es sich um NPCs, die von beiden Fraktionen bekämpft werden können. So können sich die Spieler zusammenschließen um die Balaur zu bekämpfen. Oder aber die Asmodier greifen beispielsweise in einen Elyos vs. Balaur Kampf ein und mähen beide Seiten nieder. Die Balaur als gemeinsamer Feind zusammen mit dem PvP-Element klingt sehr gut, außerdem hat man dort auch die Möglichkeit Burgen einzunehmen, die der eigenen Fraktion Vorteile bringen. Es gibt in diesem Gebiet auch Quests, Instanzen etc. die sich alle mit der Vernichtung der Balaur beschäftigen. Es kann aber passieren, dass während man sich mit solchen Quests oder Instanzen beschäftigt auch die verfeindete Fraktion auftaucht, die das selbe Ziel verfolgt. Dann kommt es zu wilden Kloppereien. Die Balaur sollem im Übrigen sehr launisch sein: so kann es es passieren, dass sie sich mit einer der beiden Spielerfraktionen verbünden und gemeinsam mit dieser gegen die andere Fraktion vorgehen.Nein, man konnte sogar bis Level 25 spielen (ich glaube 50 Level wird es insgesamt geben), aber dafür fehlte mir einfach die Zeit. Außerdem wollte ich nicht zu schnell durch alles durchrennen.Es ist mir eine Freude, meine Erfahrungen teilen zu können. Da ich das Spiel vorbestellt habe sollte ich hoffentlich sowas wie einen Buddykey bekommen. Wenn Du magst, kann ich den für Dich zurücklegen. Und ich habe Gerüchte gehört, das es Mitte/Ende August noch eine offene Betaphase geben soll. Eine verlässliche Quelle dafür habe ich aber leider nicht.

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  4. Das macht Lust auf mehr :) – danke für deinen ausführlichen Bericht.Momentan könnte ich mir durchaus vorstellen auf Aion umzusteigen, aber vorher will ich es erst mal selber ausprobieren – ich hoffe es wird, ähnlich wie bei anderen MMOs die Möglichkeit geben es ein paar Tage kostenlos zu testen.Außerdem will ich auch erstmal warten wie das Endgame aussieht, dazu ist bisher ja noch nicht so arg viel bekannt, oder ich hab zumindest noch nichts davon gelesen. Hach aber neugierig bin ich auf jeden Fall auf Aion :D .

    Antwort
  5. @Samiha: Nichts zu danken. Es hat Spaß gemacht, den Bericht zu schreiben, auch wenn’s doch relativ viel Arbeit war ;-)Ob’s eine Testversion geben wird weiß ich nicht, aber BuddyKeys bestimmt. Mal sehen, wieviele ich bekomme. Vielleicht kann ich ein paar von Euch damit versorgen. Und bzgl. Endgame: bislang weiß ich aus der koreanischen Version nur, dass das Endgame recht viele Instanzen bieten wird. Für Beschäftigung dürfte also auch auf dem Höchstlevel gesorgt sein.

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  6. Ach Du meine Güte, konnte ja niemand ahnen das Du daraus ein Referat machst. Werde ich mir heute Abend in aller Ruhe durchlesen! ;)

    Antwort
    • @HerrK: Entweder ganz oder gar nicht, halbe Sachen gibt’s bei mir nicht ;-)
      Ich wünsche Dir bereits jetzt viel Spaß beim Lesen.

      Antwort
  7. Ich hätte da ja einfach eine Serie von 5-7 Artikeln draus gemacht und alle zwei Tage released ;-)
    Danke für den ausführlichen Bericht. Ich warte dann gerne auf FFIV.
    Und zum letzten Bild sage ich nur: „rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr“

    Antwort
    • @Cala: Die Konkurrenz schläft nicht, Herr Cala! Da kann ich mir Pausen von 2 Tagen nicht leisten! Nein, nein! Wer schläft verliert. Sieht man auch an meinem Wölkchen, die mit Leopardenmuster waren schon alle weg :-(
      Und übrigens: auf FFIV musste nicht warten, das ist schon lange draussen ;-)

      Antwort
  8. *bäh*  Römische Zahlen. Hatte ein X vergessen :p

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  9. Cala ist halt nicht mehr der Jüngste *kicher*

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  10. Ui ist das ein lange Bericht, da werde ich ja bis zum Wochende was vor haben :) Ein wenig Abwechslung neben WoW wäre momentan ja genau das richtige :/ Gruß Grueni

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  11. Auch von mir noch mal ein großes Dankeschön für diese ausführliche Beta Review!Also rein optisch kann sich das Game wirklich sehen lassen – alles sehr liebe- und fantasievoll gestaltet. Das mit dem Fliegen ist zwar ein cooles Feature, aber nur eine Minute fliegen um an einen anderen Ort zu gelangen? Habe mir da mehr Möglichkeiten erhofft wie z.B. Kämpfe in der Luft, sei es jetzt gegen NPCs oder auch im PvP gegen andere Mitspieler.  Ansonsten zieht sich bei mir innerlich alles zusammen wenn ich etwas von Quests wie „Besorge 50 mal XY“ lese – habe einfach keine Lust eine Stunde grindend für so eine dumme Aufgabe zu verbringen. Was ich schade finde und was ich wirklich sehr gerne wissen würde bzw. was für mich ein Kaufkriterium wär, sind die eingebauten Gildenfeatures und die Gruppensysteme, sprich Instanzen und Co. Kann man ja aber leider meines Wissens nach in der Beta nicht testen?Das Rad kann sicherlich nicht neu erfunden werden, aber Aion bietet sicherlich einige tolle Ansätze. Wer weiß, ich war noch nie abgeneigt mir ein MMORPG zu kaufen – auch wenn es nur den einen Inklusiv-Monat auf meinem Rechner überlebt hat…

    Antwort
  12. @HerrK: Na, nichts zu danken. Ich spiele gerne Betas für Euch an ;-)Das mit dem Fliegen funktioniert genau so, wie Du es Dir wünschst. Im Questbereich ist das Fliegen eher dazu gut um an höher gelegene Orte zu gelangen, dafür reicht die Minute aus. Und auch die Kämpfe funktionieren in Aion wunderbar aus der Luft heraus. Im PvP Gebiet ist das Fliegen uneingeschränkt überall nutzbar und auch ein sehr wichtiger Bestandteil der Kämpfe. Man darf das Fliegen nicht als reines nice to have Feature abtun, es ist ein wichtiger taktischer Bestandteil in Aion.Über die Gildenfeatures kann ich Dir leider nicht mehr sagen als das, was ich ich selber irgendwo gelesen habe. So gibt es Gildenränge, Bankfächer, Gildenhousing (ab dem ersten Addon dann), Ingame Rankings für die Gilden und sogar Quests exklusiv für die Gilden! Für Gruppen und natürlich auch Schlachtzüge gibt es jede Menge Instanzen ab Level 28, die im Übrigen stark gescriptet sind, einen ordentlichen Schwierigkeitsgrad haben und in den meisten Fällen abgeschlossene Zugangsquests erfordern. Für lang anhaltende Unterhaltung ist also gesorgt.

    Antwort
  13. Das liest sich ja alles so wie es sein soll! Mal schauen wenn das Game rauskommt und ich gerade Zeit bzw. nichts anderes zum zocken habe… ;)

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  14. @HerrK: Angepeilt ist der 25. September als Releasedatum und bei NCsoft gehe ich davon aus, dass die das Datum auch halten.
    Wie in den obigen Kommentaren erwähnt bekomme ich sicher den ein oder anderen BuddyKey. Ich kann ja eine Verlosung unter Euch Followern machen oder so ;-)

    Antwort
  15. Kleine Korrektur:
    Dadurch daß man die 4x Startklassen ab Stufe 10 nicht weiterspielen kann ist es „eher falsch“ von 12 Klassen zu sprechen.

    Entweder Du sprichst von 4 Archetypen die sich in 8 Klassen weiter entwickeln oder von 4 Klassen in 2 Variationen. Wenn man alles zusammenzählt dann müßte man WoW auch 40 Klassen bescheinigen – insbesondere weil die Unterschiede bei den Talentbäumen in WoW größer sind als die Klassenunterschiede bei den Archetypen.

    Jedem der keinen beta key hat kann ich nur empfehlen sich die 720p Videos auf YouTube anzuschauen – die geben ein sehr umfassendes Bild ab.

    Luna

    Antwort
  16. @LunaHexe: Da der Mage ab Level 10 kein Mage mehr ist, sondern ein Spiritmaster, habe ich da einen Unterschied. Und da sich Klassenbezeichnung1 von Klassenbezeichung2 unterscheidet sind das für mich 2 unterschiedliche Klassen. Das Konstrukt mit den 12 Klassen ist also korrekt, schließlich spiele ich noch bis Level 10 etwas anders als jenseits von Level 10.
    Und ich halte meine Leser für intelligent genug das Konstrukt dahinter so zu verstehen, dass man im Endeffekt nur aus einer Fülle von 8 Klassen wählen kann.
    Aber einen Spiritmaster nur als „Skillung“ eines Mage zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Es ist eine eigenständige Klasse, die in ihrer Mechanik komplett unterschiedlich von Mage und Sorcerer arbeitet. Laut Deiner Interpretation sind Assassine und Hunter die exakt gleiche Klasse. Gleich Klasse bedeutet gleiche Spielmechanik. Der Assassine ist unsichtbar und schleicht sich von hinten an seinen Gegner an (subtil), der Hunter arbeitet ohne Dolche und anschleichen und schießt aus der Ferne einen ganzen Pfeilhagel auf seinen Gegner (offensiv). Und weil weder das eine noch das andere mit der Grundklasse Scout schaffbar sind, habe ich hier auch 3 unterschiedliche Klassen, die sich jeweils eigenständig spielen. Somit ist eigentlich Deine Definition falsch.

    Es ist nun mal nicht immer ganz so einfach wie man es sich immer machen möchte. Klar, zu sagen es gäbe nur 4 Klassen mit jeweils 2 Skillungen ist einfacher. Dann lässt sich auch leichter meckern. Nur es stimmt halt einfach nicht. Und das merkt jeder, der sich ein wenig genauer mit den verschiedenen Klassen beschäftigt. Das Klassensystem in Aion mag etwas einfacher sein als in World of Warcraft, aber es ist doch nicht so einfach als dass es sich auf diese simple Gleichung herunterbrechen ließe. Die Grundklassen sind nämlich sowohl Vorgeschmack als auch Einstiegshilfe. Wer bereits mit der Grundklasse Schwierigkeiten hat wird mit einer der beiden weiterführenden Klasse auch nicht glücklich.

    Antwort
  1. Aion? – Vermutlich eher nicht « WoW – Journal von Nomadenseele & Andy
  2. Wings of Fame - Dive into Shine

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